Stuttgart diskutiert innovative Wege zur Belebung sterbender Innenstädte
Eberhard KuhlStuttgart diskutiert innovative Wege zur Belebung sterbender Innenstädte
Erster Fachkongress zur Belebung von Innenstädten in Stuttgart
Am 23. Juni 2025 fand in Stuttgart erstmals ein Fachkongress zur Revitalisierung von Stadtzentren statt. Veranstaltet vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg sowie dem Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen, brachte die Konferenz Expertinnen und Experten zusammen, um neue Ansätze für urbane Räume zu diskutieren.
Die Veranstaltung im Stuttgarter Haus der Wirtschaft konzentrierte sich darauf, Innenstädte lebendiger und funktionaler zu gestalten. Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – darunter Kommunalvertreter, Wirtschaftsführer, Wissenschaftler und Politiker – erörterten Möglichkeiten, das Leben, Arbeiten und Einkaufen in Städten attraktiver zu machen.
Im Mittelpunkt standen zwei Leitprojekte aus Baden-Württemberg: Die Tübinger Innenstadt wurde zwischen 2022 und 2025 multifunktional neu belebt – mit einer Mischung aus Einzelhandel, Kulturangeboten und Wohnraum. Das Esslinger Projekt "Ortsmitte", 2023 gestartet, schuf hingegen Begegnungsstätten mit Läden, Co-Working-Spaces und Grünflächen.
Eine Podiumsdiskussion widmete sich verschiedenen Strategien für anpassungsfähigere Stadtzentren. Zudem wurde eine Studie mit dem Titel "Hindernisse bei der Umsetzung multifunktionaler Stadt- und Ortszentren überwinden" präsentiert. Rednerinnen wie Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Landesentwicklungsministerin Nicole Razavi betonten, dass Innovation und Zusammenarbeit entscheidend seien, um Innenstädte zukunftsfähig zu halten.
Hoffmeister-Kraut forderte kreative Lösungen und Teamwork, um urbane Räume zu stärken. Razavi ergänzte, Stadtzentren müssten Orte sein, an denen Menschen gerne Zeit verbringen. Beide Ministerinnen unterstrichen, dass Landesfördergelder weiterhin unverzichtbar seien, um lokale Vorhaben zu unterstützen.
Der Kongress zeigte konkrete Wege auf, wie Innenstädte attraktiver und nutzbarer gestaltet werden können. Mit anhaltender Förderung des Landes und erfolgreichen Praxisbeispielen haben Kommunen nun klarere Handlungsoptionen für die Aufwertung ihrer urbanen Zentren. Die Veranstaltung markierte einen Schritt hin zu kooperativeren und innovativeren Ansätzen in der Stadtentwicklung.






