Stefan Evers übernimmt Kulturamt nach Fördergeld-Skandal in Berlin
Berliner Finanzsenator Stefan Evers (CDU) übernimmt nun zusätzlich die Leitung des Kulturressorts der Stadt. Die Entscheidung fiel, nachdem Sarah Wedl-Wilson am Freitag als Kultursenatorin zurückgetreten war. Ihr Rückzug erfolgte im Anschluss an einen kritischen Bericht über rechtswidrig bewilligte Fördergelder für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus.
Ursprünglich hatten CDU-Vertreter Thomas Heilmann für das Kulturamt im Blick. Doch bei einer Sitzung am Dienstagabend entschieden sich die Bezirksvorsitzenden stattdessen für Evers. An den Beratungen nahm auch Berlins Regierender Bürgermeister und CDU-Landesvorsitzender Kai Wegner teil.
Evers wird beide Ämter bis zu den Wahlen im September 2026 ausüben. Er hat bereits Verhandlungen über den Hauptstadtfinanzierungsvertrag aufgenommen, der die Finanzierung des Berliner Kulturbereichs sichert. Die zusätzliche Aufgabe erweitert sein bestehendes Portfolio als Finanzsenator.
Der Führungswechsel steht im Zusammenhang mit einem Prüfbericht, der Probleme bei der Projektförderung aufgedeckt hatte. Evers wird nun bis zu den anstehenden Wahlen sowohl die Finanzen als auch die Kultur der Stadt verantworten. Mit der Doppelfunktion soll die Stabilität der Hauptstadtverwaltung gewährleistet werden.






