17 June 2026, 19:33

SPD Baden-Württemberg wählt neue Doppelspitze nach historischer Wahlniederlage

Etwa fünf Prozent über, aber zwei Stühle

SPD Baden-Württemberg wählt neue Doppelspitze nach historischer Wahlniederlage

Die SPD in Baden-Württemberg hat eine neue Doppelspitze gewählt. Isabel Cadematori und Robin Mesarosch gewannen bei einer aktuellen Mitgliederbefragung die absolute Mehrheit. Nun wollen sie die Partei nach der historischen Niederlage im März 2023 neu aufbauen.

In der Mitgliederabstimmung, an der sich 46,5 Prozent der rund 30.000 SPD-Mitglieder im Land beteiligten, erreichten Cadematori und Mesarosch 56,5 Prozent der Stimmen. Ihre Mitbewerber, Dorothea Klische-Behnke und Carsten Lotz, kamen auf 24,5 beziehungsweise 19,7 Prozent.

Das Duo plant, die interne Kommunikation zu straffen und Wahlkämpfe künftig besser zu koordinieren. Soziale Ungleichheit und Klimaschutz sollen dabei die zentralen Themen sein. Eine formelle Bestätigung ihrer Wahl steht noch auf dem Parteitag in Ulm aus.

Die Führungskrise hat in der SPD eine längere Vorgeschichte. 2018 trat Leni Breymeier trotz eines Sieg in der Mitgliederabstimmung als Vorsitzende zurück, woraufhin Andreas Stoch die Führung übernahm. Zuletzt hatte Robin Mesarosch die Wahl von Sascha Binder zum Fraktionsvorsitzenden nach der Wahlniederlage der Partei kritisiert.

Die neuen Spitzenkandidaten stehen nun vor der Aufgabe, die Partei nach dem debakelhaften Abschneiden bei der Wahl wieder zu einen. Ihr politischer Fokus liegt auf der Bekämpfung sozialer Ungerechtigkeit und dem Klimaschutz. Die endgültige Bestätigung ihrer Ämter erfolgt auf dem anstehenden Parteitag in Ulm.

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