SparkassenVersicherung meldet drastischen Rückgang bei Wetterschäden für 2025
Eberhard KuhlSparkassen-Versicherer zahlen weniger für Wetterschäden - SparkassenVersicherung meldet drastischen Rückgang bei Wetterschäden für 2025
Die SparkassenVersicherung (SV) verzeichnet für das Jahr 2025 einen deutlichen Rückgang bei wetterbedingten Schadensmeldungen. Der in Stuttgart ansässige Versicherer registrierte deutlich geringere Kosten durch Stürme, Überschwemmungen und Hagel im Vergleich zu den Vorjahren. Dies folgt auf eine Phase steigender Schadensforderungen, insbesondere in West- und Südwestdeutschland.
Die SV entstand 2004 durch die Fusion zweier regionaler Versicherer und hat sich seitdem zu einem der großen Akteure auf dem deutschen Markt entwickelt. In den vergangenen fünf Jahren sah sich das Unternehmen mit steigenden Ausgaben für Extremwetter konfrontiert, vor allem nach den schweren Überschwemmungen 2021 und 2023. Besonders betroffen waren Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, während in den zentralen Regionen vermehrt Sturm- und Hagelschäden auftraten.
2024 hatte der Versicherer noch fast 397 Millionen Euro für wetterbedingte Schäden ausgezahlt – das viertteuerste Jahr in der Unternehmensgeschichte. Doch 2025 brachte eine dramatische Wende: Mit weniger schweren Stürmen, Überschwemmungen oder Hagel in den Kernregionen sanken die Schadensforderungen durch Unwetter auf 87,4 Millionen Euro. Die Gesamtauszahlungen für das Jahr gingen um rund 10 Prozent zurück und beliefen sich auf knapp 1,6 Milliarden Euro.
Der Rückgang der Schadensmeldungen trug zu einem starken finanziellen Ergebnis bei. Der Nettogewinn der SV stieg um 42 Prozent auf 147 Millionen Euro. Auch die Lebensversicherung, die zweitgrößte Sparte des Unternehmens, verzeichnete Wachstum: Die Prämieneinnahmen stiegen um 7,2 Prozent auf rund 4,0 Milliarden Euro. Vorstandsvorsitzender Andreas Jahn bezeichnete 2025 als ein "außergewöhnlich gutes Jahr" für wetterbedingte Schäden.
Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen über 5.400 Mitarbeiter und festigte damit seine Position als einer der wichtigsten Arbeitgeber der Branche.
Der deutliche Rückgang bei Sturm- und Wetterschäden ermöglichte es der SV, die Gesamtauszahlungen zu reduzieren und die Gewinne zu steigern. Zusammen mit der positiven Entwicklung in der Lebensversicherung schloss das Unternehmen das Jahr 2025 mit einer soliden finanziellen Basis ab. Die Ergebnisse spiegeln ein seltenes Jahr der Entlastung wider, nachdem in den Vorjahren wiederholt Extremwetterlagen hohe Belastungen verursacht hatten.