17 June 2026, 18:18

Sozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger – doch ein Bundesland baut gegen den Trend

Auch im Jahr 2025 gingen 20.000 Sozialwohnungen verloren

Sozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger – doch ein Bundesland baut gegen den Trend

Deutschlands Sozialwohnungsbestand schrumpft weiter

Im Jahr 2025 ging der Sozialwohnungsbestand in Deutschland weiter zurück – um 20.000 Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr. Ende 2024 gab es bundesweit noch rund 1,05 Millionen preisgebundene Mietwohnungen. Bundesbauministerin Verena Hubertz hat nun 23,5 Milliarden Euro an Bundesmitteln bis 2029 zugesagt, um den Rückgang aufzuhalten.

Der Verlust an Sozialwohnungen verlief jedoch regional sehr unterschiedlich. Nordrhein-Westfalen verzeichnete den stärksten Rückgang: 26.421 Wohnungen verloren ihren Sozialwohnungsstatus, was einem Nettoverlust von 18.538 Einheiten entspricht. Bundesweit wurden insgesamt 57.621 Wohnungen aus der Sozialbindung genommen.

In Berlin fehlten 2.957 Sozialwohnungen, Bayern verlor 2.790. Baden-Württemberg war das einzige Bundesland mit einem Zuwachs und baute netto 3.046 neue Sozialwohnungen. Auch Niedersachsen und Sachsen konnten leichte Steigerungen verzeichnen – mit 1.240 beziehungsweise 944 zusätzlichen Wohnungen. Zudem entstanden 4.701 neue Plätze in Studenten- und Auszubildendenwohnheimen.

Kritiker warnen vor der anhaltenden Wohnungsnot. Die wohnungspolitische Sprecherin der Linken, Lay, betonte, Deutschland fehlen etwa eine Million Sozialwohnungen. Sie forderte ein gemeinnütziges Wohnungsmodell und strengere Mietpreisbremse, um die Krise zu bewältigen.

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Mit den zugesagten 23,5 Milliarden Euro will die Bundesregierung den Abwärtstrend beim Sozialwohnungsbau umkehren. Doch die regionalen Unterschiede bleiben eklatant: Während einige Bundesländer Zuwächse verzeichnen, kämpfen andere mit deutlichen Verlusten. Die Mittel sollen in den kommenden vier Jahren den Neubau und den Erhalt von Sozialwohnungen fördern.

Quelle