26 December 2025, 17:09

Sozialbetrügerin nach monatelanger Flucht in Baden-Württemberg gefasst

Eine Marktszene mit Schals, die präsentiert werden, und einigen wenigen Menschen.

Sozialbetrügerin nach monatelanger Flucht in Baden-Württemberg gefasst

Eine 39-jährige Serbin ist in Süddeutschland festgenommen worden, nachdem sie sich einer gerichtlich verhängten Geldstrafe wegen Sozialversicherungsbetrugs entzogen hatte. Die verurteilte Geschäftsführerin, die als bevollmächtigte Unterzeichnerin für ein Reinigungsunternehmen tätig war, war seit ihrer Verurteilung wegen der Vorenthaltung von über 200.000 Euro an Arbeitnehmerbeiträgen auf der Flucht.

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Die Behörden spürten sie im Landkreis Waldshut auf, wo sie monatelang unter falscher Identität gelebt hatte.

Der Fall begann mit Ermittlungen der Berliner Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS). Die Frau wurde schuldig gesprochen, mehr als 200.000 Euro an Sozialabgaben nicht abgeführt zu haben, wodurch den öffentlichen Versicherungsträgern erhebliche Verluste entstanden. Sie hatte die Betrugshandlungen entweder selbst begangen oder in über 200 Fällen als Mittäterin mitgewirkt.

Ein Gericht verurteilte sie zu einer Geldstrafe von 33.350 Euro. Als sie untertauchte, statt zu zahlen, erließ das Amtsgericht einen Vollstreckungshaftbefehl über 355 Tage Ersatzfreiheitsstrafe. Auf ihrer Flucht nach Süden änderte sie mehrfach ihren Namen und Aufenthaltsort, um einer Festnahme zu entgehen.

Die Zollbehörde Singen ortete sie schließlich im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg. Da sie die Strafe nicht begleichen konnte, wurde sie in Gewahrsam genommen und in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.

Die Sozialversicherungsträger werden voraussichtlich die Rückforderung der vorenthaltenen Beiträge betreiben. Die Frau bleibt in Haft und verbüßt die verhängten 355 Tage Ersatzfreiheitsstrafe, da sie die gerichtliche Geldbuße nicht gezahlt hat. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Lohnbetrug und illegale Beschäftigung in Deutschland zu bekämpfen.