28 June 2026, 00:20

Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch es gibt einen Plan

Former SPD-Landtagsabgeordneter Ernst Martin Walsken präsentiert Konzept für die Innenstadt von Solingen

Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch es gibt einen Plan

Solingens Innenstadt steht vor ernsten Herausforderungen. Leerstehende Läden, ein Mangel an hochwertigen Angeboten sowie kaum Gastronomie oder soziale Treffpunkte verdeutlichen die tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme. Der Niedergang hat sich über Jahre entwickelt – oft bedingt durch Faktoren, die außerhalb des Einflussbereichs der Stadt liegen.

Die Gründe für die Schwierigkeiten sind vielfältig: Die Verlagerung wichtiger Dienstleistungen in größere Städte, die Abwanderung der Industrie, der Aufstieg von Discountern und der Online-Handel haben ihren Teil dazu beigetragen. Lokale Entscheidungsträger haben zwar Einzelprojekte und Fachkonzepte umgesetzt, doch ein umfassendes Gesamtkonzept fehlt bisher.

Walsken plädiert für einen ganzheitlichen Ansatz. Ein Masterplan sollte den gesamten Rings um die Innenstadt einbeziehen und städtebauliche, soziale, kulturelle, klimatische, verkehrstechnische sowie gemeinwesenorientierte Aspekte berücksichtigen. Besonders im Fokus stehen müssen dabei die Mangenberger Straße, die Bahntrasse, die Friedrichstraße, der Graf-Wilhelm-Platz und das Werwolf-Viertel.

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Konkrete Maßnahmen schlägt er vor, um die Belebung voranzutreiben: eine engere Vernetzung der Glasernen Werkstatt mit lokalen Start-ups, mehr Studentenwohnheimplätze, ein dezentrales Gesundheitssystem und digitale Unterstützungsangebote. Walsken betont zudem die Notwendigkeit finanzieller Spielräume und den Wechsel von isolierten Projekten hin zu einer abgestimmten, flächendeckenden Entwicklung.

Im Mittelpunkt seiner Vision steht die Schaffung attraktiver Bedingungen für eine moderne, mobile und gut verdienende Bevölkerung. Dass ein solcher Plan Jahre in Anspruch nehmen wird, gibt er offen zu. Dennoch pocht er darauf, den Erneuerungsprozess sofort in Angriff zu nehmen.

Die Wiederbelebung der Innenstadt hängt von einer langfristigen, integrierten Strategie ab. Walskens Vorschläge zielen darauf ab, sowohl akute Lücken zu schließen als auch strukturelle Probleme anzugehen. Ohne zügiges Handeln droht der Niedergang sich weiter zu verschärfen.

Quelle