Solarstrom auf Rädern: Dachser testet Kühlauflieger mit Photovoltaik im Winterbetrieb
Marika HeinzSolarstrom auf Rädern: Dachser testet Kühlauflieger mit Photovoltaik im Winterbetrieb
Kühlauflieger mit Solarmodulen wird nun im realen Lieferbetrieb getestet
Die Spedition Dachser und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) erproben gemeinsam, wie mobile Solarenergie im Transportwesen eingesetzt werden könnte. Ziel des Praxisversuchs ist es, belastbare Daten zur Energieerzeugung und Effizienz – insbesondere im Winterbetrieb – zu sammeln.
Das Projekt startete bereits 2016, als Dachser einen solarbetriebenen Auflieger-Prototyp für lokale Lieferungen aus Ulm entwickelte. Beim aktuellen Test kommt ein Kühlauflieger mit Photovoltaikmodulen, einem Batteriesystem, Laderaumheizung, Temperatursensoren und einer Steuereinheit zum Einsatz. Erste Messungen zeigen, dass die Module bis zu 1.700 Watt erzeugen – genug, um den Laderaum auf über zwei Grad Celsius zu halten.
Matthieu Ebert, Projektleiter am Fraunhofer ISE, sieht darin eine Brücke zwischen Transport und Energieversorgung. Der Versuch soll klären, ob mobile Solarenergie über die Beheizung hinaus auch für andere Anwendungen genutzt werden kann – etwa für Kühlaggregate, Gabelstapler oder sogar alternative Antriebssysteme.
Die Ergebnisse werden zeigen, wie praxistauglich Solarenergie in der Logistik ist. Die im Winter gesammelten Daten helfen zu entscheiden, ob sich die Technologie für eine breitere Branchennutzung eignet.
Die Erkenntnisse aus dem Test könnten die Zukunft solarbetriebener Transportlösungen prägen. Bei Erfolg ließe sich die Abhängigkeit von herkömmlichen Energiequellen in der Logistik verringern. Die nächsten Schritte hängen von den Leistungsdaten ab, die während der Wintertestphase erhoben werden.






