"Sketchy Muslims": Wie zwei Frauen die Londoner Comedy-Szene revolutionieren
Svenja Hering"Sketchy Muslims": Wie zwei Frauen die Londoner Comedy-Szene revolutionieren
Eine neue Comedy-Gruppe bringt frische Stimmen auf die Londoner Bühne
Sketchy Muslims, ein von Frauen geführtes Muslim-Comedy-Ensemble, feiert im nächsten Monat in Ostlondon seine Premiere. Die Gruppe, gegründet von Noor Sobka und Luna Al-Kaisy, verbindet scharfen Humor mit Alltagserfahrungen von Muslimen – ganz ohne Klischees oder explizite Inhalte.
Sobka und Al-Kaisy lernten sich bei einem Workshop für arabische Autor:innen in London kennen. Ihre gemeinsame Begeisterung für US-Sitcoms inspirierte sie zu einem Comedy-Projekt, das ihr eigenes Leben widerspiegelt. Im November 2025 gründeten sie Sketchy Muslims mit dem Motto: „halal, aber nicht peinlich“. Statt auf Provokation setzen ihre Sketche auf kluges Schreiben und authentische Figuren, die von Kindheitserinnerungen und kulturellen Eigenheiten geprägt sind.
Das Ensemble spiegelt die Vielfalt Londons wider – mit Künstler:innen somalischer, pakistanischer und libyscher Herkunft. Ihr Ziel ist klar: Muslimische Frauen in den Mittelpunkt einer Comedy-Szene zu rücken, in der sie oft unsichtbar bleiben. Die erste Live-Show am 8. und 9. Mai im Poplar Union stößt bereits auf großes Interesse. Die Vorstellung am Samstag ist ausverkauft, und auch die Freitagsshow ist fast ausgebucht.
Die Finanzierung war keine leichte Aufgabe. Das Team setzte auf Crowdfunding, Unterstützung von muslimischen Unternehmen und kostenlose Veranstaltungsorte. Trotz der Hindernisse bleiben sie entschlossen, weiterzuwachsen. Die Gründerinnen hoffen, dass Sketchy Muslims kein Einmalprojekt bleibt, sondern ein Sprungbrett für mehr muslimische Kreative in der Comedy wird.
Mit zwei fast ausverkauften Shows im Poplar Union beweist die Gruppe, dass ihr Mix aus Humor und kulturellem Einfühlungsvermögen ankommt. Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnte es Türen für mehr muslimische Stimmen in der britischen Comedy öffnen.






