Schweizer Nachtzug nach Skandinavien fällt 2026 wegen fehlender Finanzierung aus
Karl-Friedrich WielochSchweizer Nachtzug nach Skandinavien fällt 2026 wegen fehlender Finanzierung aus
Die Schweiz hatte für 2026 eine neue Nachtzugverbindung von Basel nach Skandinavien geplant. Die wöchentlich vorgesehene Strecke zwischen Basel und Kopenhagen oder Malmö wurde nun jedoch gestrichen, nachdem Schweizer Parlamentarier die notwendige Finanzierung abgelehnt hatten. Bereits im Vorfeld waren über eine Million Franken in die Vorbereitungsarbeiten geflossen.
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hatte 1,2 Millionen Franken für die erste Planungsphase bereitgestellt. Der Zug sollte im Frühling 2026 in Betrieb gehen und über Freiburg, Karlsruhe, Mannheim, Frankfurt und Hamburg nach Dänemark und Schweden fahren.
Das Schweizer Parlament verweigerte jedoch die langfristige finanzielle Unterstützung, ohne die das Projekt nicht realisierbar ist. Alternative Routen oder Halte in anderen deutschen Regionen wurden nicht in Betracht gezogen.
Nachtzüge rentieren sich oft nur schwer, da die Betriebskosten hoch sind. Trotz dieser Herausforderungen hatte die Schweiz die Verbindung Basel–Skandinavien vorangetrieben, um die grenzüberschreitenden Schienenverbindungen zu stärken. Die Absage bedeutet, dass Baden-Württemberg die geplante Anbindung im kommenden Jahr nicht erhalten wird.
Die Zukunft des Nachtzugs hängt nun von erneuten Finanzierungsgesprächen ab. Ohne die Unterstützung der Schweizer Regierung wird die für 2026 geplante Inbetriebnahme nicht stattfinden. Die bereits investierten 1,2 Millionen Franken unterstreichen das frühe Engagement für das Projekt.






