06 January 2026, 10:49

Satirisches Plakat nimmt Stuttgart 21 und seine endlosen Verzögerungen aufs Korn

Eine Bahnstrecke mit Plakaten an der Wand daneben.

Satirisches Plakat nimmt Stuttgart 21 und seine endlosen Verzögerungen aufs Korn

Satirisches Plakat verspotten die verzögerte Bahnhofsumbau-Projekt Stuttgart 21

Anfang dieses Monats tauchte in Stuttgarts Königsstraße ein spöttisches Plakat auf, das sich über das seit Jahren verschobene Großprojekt Stuttgart 21 lustig macht. Eine anonyme Aktivistengruppe inszenierte eine fiktive Eröffnung mit der Komikerin Anke Engelke – terminiert auf ‚irgendwann im 21. Jahrhundert‘. Tatsächlich ist das Projekt noch immer unvollendet, ein neuer Fertigstellungstermin nicht in Sicht.

Am 3. Januar tauschte die Gruppe Dies Irae eine Werbefläche des Unternehmens Ströer kurzerhand gegen ihr eigenes Parodie-Plakat aus. Mit einfachen Werkzeugen montierten sie die Attrappe, ohne das Original zu beschädigen. Das Plakat zeigte Engelke bei einer erfundenen Eröffnungsfeier und nahm damit die ständigen Verzögerungen des Projekts auf die Schippe.

Die Aktivisten präsentierten ihre Aktion als Persiflage auf die Eigenwerbung der Deutschen Bahn, die wegen der Rückschläge bei Stuttgart 21 in der Kritik steht – darunter die abgesagte Teilinbetriebnahme des Hauptbahnhofs, ursprünglich für Ende 2026 geplant. Rechtliche Konsequenzen drohen nicht, da die ursprüngliche Werbung unversehrt blieb. Mit ihrem humorvollen Protest machten die Aktivisten auf die anhaltende Frustration über die unfertige Infrastruktur aufmerksam.

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Der Streich lenkte die Aufmerksamkeit auf die ungewisse Zukunft von Stuttgart 21. Ohne aktualisierten Zeitplan bleibt das Projekt weiter unter Beschuss. Das Plakat der Aktivisten diente derweil als scherzhafte Erinnerung an die endlosen Verzögerungen.