Rolls-Royce sichert Großauftrag: 300 Motoren für Leopard-2-Panzer in Europa
Karl-Friedrich WielochRolls-Royce liefert über 300 Motoren für Leopard-Panzer - Rolls-Royce sichert Großauftrag: 300 Motoren für Leopard-2-Panzer in Europa
Rolls-Royce liefert über 300 Motoren für Leopard-Kampfpanzer
Rolls-Royce liefert über 300 Motoren für Leopard-Kampfpanzer
- Dezember 2025, 12:27 Uhr
Rolls-Royce Power Systems hat einen Großauftrag zur Lieferung von mehr als 300 Panzermotoren für den Kampfpanzer Leopard 2 erhalten. Der Deal, einer der größten seiner Art seit Jahrzehnten, fällt in eine Zeit stark steigender Nachfrage nach Militärtechnik angesichts wachsender geopolitischer Spannungen. Die Motoren werden Panzer antreiben, die an Deutschland, Schweden, Litauen, die Niederlande und die Tschechische Republik ausgeliefert werden.
Die Bestellung erfolgte durch die Bundeswehr über die Regierungsgeschäftssparte von Rolls-Royce, die NATO-Staaten und verbündete Nationen beliefert. Dieser Bereich erwirtschaftet etwa ein Viertel seines Umsatzes mit militärischen Aufträgen. Die unter der Marke MTU gefertigten Motoren sind mit allen Varianten des Leopard kompatibel, einschließlich des neu vorgestellten Modells 2A8, das über ein von Rafael entwickeltes israelisches Schutzsystem verfügt.
Der Leopard 2 zählt nach wie vor zu den fortschrittlichsten Kampfpanzern der Welt. Rund 3.300 ältere Leopard-Modelle sind in 23 Ländern im Einsatz. Ein neuer Leopard kostet mehrere Zehnmillionen Euro, hinzu kommen erhebliche Ausgaben für Wartung und Instandhaltung. Jörg Stratmann, Vorstandsvorsitzender von Rolls-Royce Power Systems, betonte, dass die globale Nachfrage nach Militärtechnik in den letzten Jahren deutlich gestiegen sei.
Die Auslieferung der Motoren soll bereits im kommenden Jahr beginnen. Der Auftrag unterstreicht die Bestrebungen, gepanzerte Streitkräfte angesichts neuer Sicherheitsbedrohungen zu modernisieren.
Das Geschäft stärkt die gepanzerten Kapazitäten Europas, indem es eine zuverlässige Versorgung mit Hochleistungsmotoren sichert. Mit dem baldigen Produktionsstart werden die neuen Leopard-2-Panzer in mehreren NATO- und Partnerstaaten in Dienst gestellt. Die Investition zeigt zudem, wie stark sich die Verteidigungsausgaben auf bewährte Militärtechnologie stützen – besonders in einer Phase erhöhter Rüstungsanstrengungen.






