30 January 2026, 17:14

Ritter Sport kämpft mit Verlusten trotz Rekordumsatz von 712 Millionen Euro

Verschiedene Pralinen sauber angeordnet und verpackt in einer Box.

Ritter Sport rutscht in die roten Zahlen - Ritter Sport kämpft mit Verlusten trotz Rekordumsatz von 712 Millionen Euro

Ritter Sport meldet Verluste trotz deutlichem Umsatzplus

Der Schokoladenhersteller Ritter Sport hat für das vergangene Jahr finanzielle Verluste verzeichnet – und das, obwohl die Umsätze stark gestiegen sind. Der kicker des Traditionsbetriebs verzeichnete ein Umsatzwachstum von fast 18 Prozent, doch explodierende Kosten fraßen die Gewinne auf. Geschäftsführer Andreas Ronken warnte, dass höhere Erlöse allein noch keine wirtschaftliche Stabilität garantieren.

Die Umsätze des Unternehmens kletterten auf 712 Millionen Euro, nach 605 Millionen im Vorjahr. Dieses Wachstum ging jedoch vor allem auf Preiserhöhungen zurück und nicht auf einen höheren Absatz. Deutsche Verbraucher, sensibel für steigende Lebenshaltungskosten, griffen seltener zu den Produkten.

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Gleichzeitig stiegen die Ausgaben für Rohstoffe – allen voran Kakao – sowie für Energie, Logistik und Verpackungen stark an. Ritter Sport erhöhte zwar die Preise für seine Tafeln, doch nur ein Bruchteil der Mehrkosten ließ sich an den Handel weitergeben. Die Folge: ein Rückgang beim operativen Ergebnis, da das Unternehmen Mühe hatte, die Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu decken.

Ronken betonte, dass Umsatzwachstum nicht automatisch mit Profitabilität einhergehe. Er unterstrich die Notwendigkeit einer nachhaltigen Kostendeckung, um das Unternehmen abzusichern. Nun plant das Unternehmen, Komplexität abzubauen, Prozesse zu verschlanken und Investitionen gezielter zu steuern. Konkrete Maßnahmen wie Stellenabbau wurden zwar nicht genannt, doch Ritter Sport beschäftigt weltweit rund 1.900 Mitarbeiter.

Trotz des Umsatzplus bleibt Ritter Sport unter Druck durch die weiter steigenden Kosten. Die Bemühungen, Ausgaben zu senken und die Effizienz zu erhöhen, werden die finanzielle Zukunft des Unternehmens prägen. Bisher wurden jedoch noch keine konkreten Schritte zur Gegensteuerung gegen den Gewinnrückgang bekannt gegeben.