09 June 2026, 20:17

Rheinfelden 20plus: Großprojekt zur Rhein-Vertiefung sorgt für Diskussionen

Rheinfelden 20plus: Ab dem 1. Juli werden Einwände und Umweltfragen in Grenzach-Wyhlen diskutiert

Rheinfelden 20plus: Großprojekt zur Rhein-Vertiefung sorgt für Diskussionen

Im Landkreis Lörrach wird derzeit ein großes Vorhaben zur Vertiefung des Rheins bei Rheinfelden diskutiert. Das unter dem Namen Rheinfelden 20plus bekannte Projekt zielt darauf ab, die Stromerzeugung aus Wasserkraft zu steigern, indem Flussbettabschnitte oberhalb und unterhalb des Rheinfelder Wasserkraftwerks ausgehoben werden. Anfang Juli finden öffentliche Anhörungen statt, in denen der Vorschlag erörtert und Bedenken von Anwohnern, Unternehmen sowie Umweltschutzverbänden entgegengenommen werden.

Federführend bei der Initiative ist die naturenergie hochrhein AG, die einen Antrag auf Vertiefung bestimmter Rheinabschnitte gestellt hat. Sollte das Vorhaben genehmigt werden, müssten rund 35.000 Kubikmeter Gestein an zwei Ausgrabungsstellen abgetragen werden. Die Bauarbeiten würden voraussichtlich etwa zweieinhalb Jahre dauern.

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Während der Maßnahmen sollen auf der deutschen Rheinseite zwei temporäre Anlegestellen eingerichtet werden. Von dort aus können Lkw das Aushubmaterial aus den Baustellenbereichen abtransportieren. Ein zentrales Thema der Anhörungen werden die ökologischen Auswirkungen sein, darunter mögliche Veränderungen im Ökosystem des Oberrheins.

Die öffentlichen Termine sind für Mittwoch, den 1. Juli, und Donnerstag, den 2. Juli 2026, im Haus der Begegnung in Grenzach-Wyhlen angesetzt. Beide Sitzungen beginnen um 10 Uhr. Teilnehmen werden lokale Behörden, Verbände und Bürger, wobei auch Einwände und Stellungnahmen von Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen berücksichtigt werden. Ob die Öffentlichkeit Zugang erhält, hängt von der Zustimmung der unmittelbar am Verfahren Beteiligten ab.

Die Ergebnisse der Anhörungen werden die Zukunft des Projekts Rheinfelden 20plus maßgeblich prägen. Die getroffenen Entscheidungen könnten sich auf die Wasserkraftproduktion, die Schifffahrt und den Umweltschutz am Oberrhein auswirken. Das endgültige Urteil wird darüber entscheiden, ob die Ausgrabungsarbeiten wie geplant durchgeführt werden.

Quelle