Rhein-Neckar Fernsehen stellt nach 39 Jahren den Betrieb ein
Rhein-Neckar Fernsehen (RNF), Deutschlands ältester privater Fernsehsender, stellt nach 39 Jahren den Betrieb ein. Nur wenige Tage vor Weihnachten musste der Sender wegen finanzieller Probleme seine Ausstrahlung einstellen. Versuche, den Kanal durch ein Insolvenzverfahren zu retten, scheiterten letztlich.
2024 hätte RNF sein 40-jähriges Jubiläum gefeiert. Stattdessen wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 2. Februar offiziell aus ihren Verträgen entlassen. Der Insolvenzverwalter Wahl bestätigte, dass eine Fortführung des Sendebetriebs wirtschaftlich nicht mehr tragbar sei.
Investorensuche blieb erfolglos Bemühungen, während des vorläufigen Insolvenzverfahrens einen neuen Investor zu gewinnen, führten zu keinem Ergebnis. Ohne Rettungslösung war die Schließung unvermeidbar. Gläubiger können nun ihre Forderungen gegen die Insolvenzmasse anmelden.
Schwere Reaktionen auf das Aus LFK-Präsident Wolfgang Kreißig bezeichnete den Verlust als 'schmerzhaft für die Medienvielfalt'. Die Lücke, die RNF hinterlässt, bleibt vorerst unbesetzt – ein neuer regionaler Fernsehsender, der die Aufgabe übernehmen könnte, ist nicht in Sicht.
Mit dem Ende von RNF verliert Baden-Württemberg eine wichtige lokale Stimme. Die Schließung des Senders unterstreicht die Herausforderungen, vor denen regionale Fernsehstationen im heutigen Medienumfeld stehen. Bisher gibt es keine Ankündigungen, den Sender wiederzubeleben oder einen Ersatz aufzubauen.






