28 June 2026, 04:24

René Benko in U-Haft: Millionenbetrug und neue Ermittlungen gegen Signa-Chef

Neue Vorwürfe gegen Benko: Hunderte Millionen im Spiel

René Benko in U-Haft: Millionenbetrug und neue Ermittlungen gegen Signa-Chef

Münchner Staatsanwälte ermitteln gegen René Benko wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug im Zusammenhang mit Hunderten Millionen Euro. Im Mittelpunkt des Falls stehen veruntreute Gelder aus Immobilienprojekten, darunter eine Zahlung von 120 Millionen Euro, die ursprünglich für die Entwicklung des Münchner Bahnhofplatzes bestimmt war. Benko befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft.

Die Ermittler werfen der Signa Prime Selection AG vor, als eine Art finanzieller „Staubsauger“ fungiert zu haben, der Gelder aus verschiedenen Immobiliengeschäften abzog. Ein Teil dieser umgeleiteten Mittel soll einer Kapitalerhöhung für den Kauf des Londoner Kaufhauses Selfridges gedient haben.

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Ähnliche Methoden sollen auch bei einem weiteren Deal mit einem saudischen Staatsfonds und dem Münchner „Franz“-Projekt angewendet worden sein. Die laufenden Ermittlungen stellen bereits das 18. Strafverfahren gegen Benko dar und verschärfen seine rechtlichen Probleme.

Unterdessen wird sich der österreichische Oberste Gerichtshof an diesem Donnerstag mit Berufungen im ersten Betrugs- und Insolvenzverfahren gegen Benko befassen. In seinem privaten Insolvenzverfahren rücken zudem mehrere hochwertige Damenringe in den Fokus.

Sollte Benko schuldig gesprochen werden, wäre dies seine erste offizielle Verurteilung im Rahmen der umfassenden Signa-Affäre. Die Ermittlungen dauern an, wobei die Behörden die komplexen Geldflüsse zwischen verschiedenen Projekten prüfen. Die Ergebnisse könnten erhebliche rechtliche und finanzielle Folgen haben.

Quelle