Rekordzahl: Über 300.000 Menschen erhielten 2025 die deutsche Staatsbürgerschaft
Marika HeinzRekordzahl: Über 300.000 Menschen erhielten 2025 die deutsche Staatsbürgerschaft
Deutschland verzeichnete 2025 die höchste Zahl an Einbürgerungen seit Beginn der Aufzeichnungen. Insgesamt erhielten 309.852 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. Die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts und die wachsende Zahl langjähriger Aufenthaltsberechtigter treiben diesen Boom voran.
Der starke Anstieg folgt auf Änderungen, die die Mindestaufenthaltsdauer verkürzt und die doppelte Staatsbürgerschaft erleichtert haben. Viele der Neueingebürgerten kamen während der Migrationswelle 2015 und 2016 nach Deutschland und erfüllen nun die erforderliche Aufenthaltszeit.
Nordrhein-Westfalen verzeichnete einen der größten Zuwächse: 3.841 Russen erhielten die deutsche Staatsangehörigkeit – ein Anstieg um 67,4 Prozent. Dies ist die höchste Zahl seit Beginn der bundesweiten Statistik im Jahr 2000. Syrien bleibt unterdessen das häufigste Herkunftsland für Neueingebürgerte in mehreren Regionen.
In Berlin stieg die Zahl noch stärker: 39.034 Menschen wurden 2025 eingebürgert – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Auch Brandenburg meldete einen Anstieg um 25 Prozent und vergab 4.695 Pässe.
Lokale Behörden bereiten sich nun auf einen weiteren möglichen Anstieg der Anträge vor. Bis 2027 werden viele ukrainische Geflüchtete, die 2022 nach Deutschland kamen, die fünfjährige Mindestaufenthaltsdauer erfüllen – was zu einer neuen Welle von Einbürgerungsgesuchen führen könnte.
Die Rekordzahl an Einbürgerungen spiegelt sowohl die politischen Reformen als auch die wachsende Berechtigung langjähriger Zuwanderer wider. Angesichts weiterer erwarteter Anstiege durch ukrainische Schutzsuchende passen die Städte ihre Kapazitäten an, um die steigende Nachfrage zu bewältigen. Der Trend unterstreicht den demografischen Wandel Deutschlands, da immer mehr Migranten die Staatsbürgerschaft erwerben.






