Regierung prüft umstrittenes Millionen-Förderprogramm "Demokratie in Aktion!"
Marika HeinzRegierung prüft umstrittenes Millionen-Förderprogramm "Demokratie in Aktion!"
Die deutsche Regierung überprüft ihr Förderprogramm „Demokratie in Aktion!“. Nach Jahren steigender Kosten und wachsender Kritik läuft nun eine unabhängige Bewertung. Das Programm steht seit Langem in der scharfen Kritik einiger Abgeordneter wegen der Verwendung öffentlicher Gelder.
Die Ausgaben für das Programm sind seit 2015 stark angestiegen. Die jährlichen Kosten für die begutachtenden Gremien kletterten von knapp unter 12 Millionen Euro auf heute über 45 Millionen Euro. Insgesamt wurden bis 2024 mehr als 285 Millionen Euro an teilnehmende Organisationen vergeben.
Vier Gruppen erhielten in den ersten beiden Förderphasen 41,5 Millionen Euro. Für die dritte Phase kamen zwei weitere hinzu, die für 2025 und 2026 rund 90 Millionen Euro sicherten. Das Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung bewertet diese Förderungen seit dem 1. Februar 2025.
Die AfD-Abgeordnete Kerstin Przygodda fordert einen sofortigen Stopp des Programms. Sie bezeichnet es als ein „höchst problematisches NGO-Förderkonstrukt“ und eine „rücksichtslose Verschwendung von Steuergeldern“. Przygodda argumentiert, das Programm belaste fleißige Bürger und Familien unzumutbar.
Ziel der Regierungsprüfung ist es, die Wirksamkeit des Programms und die Mittelverwendung zu bewerten. Steuergelder fließen weiterhin an eine wachsende Zahl von Instituten für die Begutachtungen. Das Ergebnis der Überprüfung wird über die Zukunft der Förderung entscheiden.






