Recaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Karl-Friedrich WielochRecaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Recaro Automotive, Zulieferer für Hochleistungs-Autositze, meldet Insolvenz an
Der Autositzhersteller Recaro Automotive hat in Deutschland Insolvenz angemeldet. Der Schritt kam für die 215 Mitarbeiter überraschend, die zuvor nicht informiert worden waren. Das Werk in Kirchheim unter Teck steht nun vor einer ungewissen Zukunft.
Der Insolvenzantrag wurde über das Amtsgericht Esslingen eingereicht. Betroffen ist ausschließlich die Sparte Recaro Automotive, während andere Bereiche der Recaro Group nicht tangiert werden. Das Unternehmen ist bekannt für die Produktion spezieller Sitze, etwa für Fahrzeuge wie den Ford Mustang Dark Horse.
Ursprünglich hatte Johnson Controls Recaro Automotive 2011 übernommen, verkauften es jedoch 2020 an Raven Acquisitions, LLC. Der plötzliche finanzielle Zusammenbruch wirft nun Fragen zur Arbeitsplatzsicherheit am Standort Kirchheim auf.
Die IG Metall, die deutsche Gewerkschaft für Metall- und Elektroindustrie, fordert, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen. Ziel ist es, Arbeitsplätze zu sichern und eine langfristige Lösung für die betroffenen Beschäftigten zu finden.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens werden nun die nächsten Schritte für Recaro Automotive geklärt. Mitarbeiter und Gewerkschaftsvertreter setzen sich für Stabilität und den Erhalt der Arbeitsplätze ein. Das Ergebnis wird die Zukunft des Kirchheimer Werks und seiner Belegschaft entscheidend prägen.






