Ravensburger übernimmt 60 Prozent von Steiff – der Teddybär bekommt neuen Rückhalt
Eberhard KuhlRavensburger übernimmt 60 Prozent von Steiff – der Teddybär bekommt neuen Rückhalt
Die Ravensburger AG steht kurz davor, einen 60-Prozent-Anteil an Steiff zu übernehmen, dem berühmten Erfinder des Teddybären. Im Rahmen des Deals überträgt die Steiff Beteiligungsgesellschaft, die sich im Besitz der Erben von Margarete Steiff befindet, die Mehrheit der Anteile an das größere Puzzle- und Spieleunternehmen.
Die Familie Steiff entschied sich, einen externen Investor ins Boot zu holen, um die langfristige Zukunft der Marke zu sichern. Ravensburger, das rund 2.600 Mitarbeiter beschäftigt, wird damit zum Mehrheitseigner, während Steiff mit seinen 800 Mitarbeitern weiterhin eigenständig agieren wird. Ravensburger steigt als strategischer Investor ein, ohne das Unternehmen vollständig zu übernehmen.
Die deutsche Wirtschaftsanzwaltskanzlei Noerr beriet Steiff bei der Transaktion. Das Noerr-Team wurde von Alexander Hirsch und Gerrit Henze geleitet. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung, bevor sie abgeschlossen werden kann.
Nach der Genehmigung wird Ravensburger einen beträchtlichen Teil von Steiff kontrollieren. Die traditionsreiche Marke bleibt jedoch auch unter der neuen Eigentümerstruktur unabhängig. Mit dem Schritt soll die Stabilität eines der ikonischsten Spielzeughersteller Deutschlands gesichert werden.
