08 February 2026, 12:56

Rastatt setzt auf Traktoren als mobile Notstrom-Generatoren für Krisenfälle

Ein Gebäude mit einem Schild "Feuerwehrhaus" umgeben von Bäumen, Straßenlaternen, Straßenlaternen, Fahrzeugen, Fußgängern, Gittern, Namensschildern, Strommasten und Kabel unter einem klaren blauen Himmel.

Rastatt setzt auf Traktoren als mobile Notstrom-Generatoren für Krisenfälle

Vier Gemeinden in Baden-Württemberg haben seit dem Stromausfall in Berlin ihre Notfallvorsorge verbessert. Rastatt, Talheim, Beilstein, Abstatt und Untergruppenbach verfügen nun in zentralen Gebäuden über neue Notstromsysteme. Die Maßnahmen stellen sicher, dass Unterkünfte auch bei längerfristigen Stromausfällen oder Katastrophen funktionsfähig bleiben.

In Rastatt wurden drei öffentliche Hallen als Notfalltreffpunkte ausgewiesen. Diese Einrichtungen dienen ganzjährig als beheizte Schutzräume und sind mit grundlegender Infrastruktur wie Küchen und Duschen ausgestattet.

Zu den ausgewählten Gebäuden in Rastatt zählen die Sporthalle in der St.-Michael-Straße 4 in Wintersdorf, die Sporthalle im Wiesenweg 51 in Niederbühl sowie die Festhalle in der Favoritestraße 42 in Förch. Jeder Standort wurde aufgrund seiner bestehenden Ausstattung gewählt, etwa Umkleideräume, Duschen und vor Ort gelagerter Heizmaterialien. Die Heizsysteme garantieren, dass die Hallen selbst bei extremen Minusgraden nutzbar bleiben.

Um die Schutzräume mit Strom zu versorgen, hat Rastatt Traktoren aus dem städtischen Bauhof und den Grünflächenämtern umfunktioniert. Die Fahrzeuge dienen nun als "mobile Kraftwerke" mit speziellen Zapfwellen-Generatoren (PTO). Diese Generatoren lassen sich direkt an die Traktoren anschließen und verfügen über mehrere Steckdosen, um bei Bedarf weitere Geräte mit Strom zu versorgen.

Die Gesamtkosten für die technische Ausstattung und Stromversorgung pro Halle belaufen sich auf knapp 20.000 Euro. Zusätzliche Wartungskosten entstehen nicht, da die Traktoren weiterhin im täglichen Einsatz für kommunale Aufgaben bleiben. Das System bietet eine zuverlässige Notstromquelle ohne zusätzliche Betriebskosten.

In anderen Teilen Baden-Württembergs haben Talheim, Beilstein, Abstatt und Untergruppenbach stationäre Notstromanlagen in ihren neu gebauten Feuerwehrhäusern installiert. Diese Aufrüstungen folgen den Empfehlungen des Ilsfelder Gemeinderatsberichts vom 27. Januar 2026. Der Bericht betont die Notwendigkeit widerstandsfähiger Infrastruktur, nachdem der Berliner Stromausfall Schwachstellen in der lokalen Notfallplanung offenbart hatte.

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Die neuen Maßnahmen verschaffen Rastatt und den umliegenden Gemeinden robuste Notunterkünfte. Die Hallen sind nun auf Stromausfälle vorbereitet, während die traktorbasierten Generatoren eine flexible und kostengünstige Lösung bieten. Andere Regionen, wie der Landkreis Ludwigsburg, prüfen weiterhin ihre Vorsorgestrategien, allerdings wurden bisher keine weiteren Umsetzungen bestätigt.