21 March 2026, 22:16

Ramadan-Ende: Stuttgart feiert, München leuchtet – und der Verkehr kollabiert

Eine Gruppe von Menschen in einer Moschee mit Kappen, verstreuten Gegenständen auf dem Boden, gewölbten Wänden mit Fenstern und beleuchteter Decke mit Ventilatoren.

Ramadan-Ende: Stuttgart feiert, München leuchtet – und der Verkehr kollabiert

Tausende Muslime versammelten sich diese Woche in Stuttgart, um das Ende des Ramadan zu feiern – was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Die Feierlichkeiten fielen zeitlich mit einer separaten Veranstaltung in München zusammen, wo die Stadt ihr Altes Rathaus mit mehrsprachigen Grußbotschaften illuminierte, um das Fest des Fastenbrechens, Eid al-Fitr, zu würdigen. Beide Ereignisse unterstrichen die wachsende öffentliche Präsenz muslimischer Gemeinden in Deutschland.

In Stuttgart nahmen etwa 3.000 Menschen an einem etwa einstündigen Gebet teil. Als die Gläubigen die Veranstaltung gleichzeitig verließen, kam es schnell zu einem Verkehrsstau. Mehrere Straßen waren vorübergehend blockiert, und die ohnehin dichte Rushhour verschärfte sich, da die Polizei mit dem unerwarteten Andrang kämpfte. Die Behörden zogen zusätzliche Kräfte hinzu, doch blieb unklar, ob die Versammlung offiziell angemeldet worden war.

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Unterdessen erstrahlte in München am 20. März 2026 das Alte Rathaus in einem besonderen Licht: Die Fassade zeigte in 13 Sprachen, darunter Arabisch, Türkisch und Deutsch, die Worte "Frohes Fest" (Frohes Fest des Fastenbrechens). Die Lichtinstallation war Teil eines 2024 gefassten Stadtratsbeschlusses mit dem Titel "Gegen antimuslimischen Rassismus – Demokratie stärken". Vertreter der Stadt bezeichneten die Beleuchtung als bewusste Geste, um das muslimische Leben sichtbarer zu machen und Offenheit zu fördern.

Die beiden Ereignisse verliefen unterschiedlich, verbanden jedoch ein gemeinsames Thema: Während die spontane Versammlung in Stuttgart logistische Herausforderungen mit sich brachte, zielte die geplante Installation in München darauf ab, durch öffentliche Anerkennung Inklusion zu stärken.

Die Feier in Stuttgart führte zu Verkehrschaos, das die Polizei mit zusätzlichem Personal eindämmen musste. In München markierte die Lichtprojektion einen offiziellen Schritt der Stadt, Eid al-Fitr in ihren kulturellen Kalender aufzunehmen. Beide Fälle spiegeln die sich wandelnde Art und Weise wider, wie deutsche Städte mit muslimischen Gemeinden während religiöser Feste in Dialog treten.

Quelle