"Radikale Freundlichkeit": Warum Wut auf Alltagsärger oft die falsche Antwort ist
Karl-Friedrich Wieloch"Radikale Freundlichkeit": Warum Wut auf Alltagsärger oft die falsche Antwort ist
Ein neues Buch mit dem Titel „Radikale Freundlichkeit“ bietet ungewöhnliche Ratschläge für den Umgang mit Alltagsärger. Es ermutigt Leser:innen, auf Nervereien nicht mit Wut, sondern mit Freundlichkeit zu reagieren. Die Autorin schlägt zudem vor, Selbstkritik durch sanftere Begriffe wie „kognitiver Minimalist“ zu ersetzen.
Das Buch untersucht, wie kleine Gesten der Freundlichkeit unsere Reaktion auf alltägliche Reizthemen verändern können. Es regt etwa dazu an, Menschen für kleine Unannehmlichkeiten zu danken – etwa wenn sie den letzten Parkplatz wegschnappen oder sich in der Bäckerschlange vordrängeln.
In Österreich gilt Fluchen als Kraftquelle und wird sogar mit einer Art Yoga verglichen. Das Land kennt über 50 Wörter für „Idiot“, darunter „Dodel“, „Wappler“, „Vollkoffer“, „Gfrast“, „Häusl“ und „Nudelaug“. Langsame Autofahrer:innen auf der Südautobahn werden derweil scherzhaft mit einem koffeinfreien Energydrink verglichen. Auch Island verfügt über einen reichen Wortschatz – mit mehr als 50 Begriffen für Schnee.
Das Buch präsentiert einen frischen Ansatz im Umgang mit Frust. Seine Ideen stellen gängige Reaktionen infrage, indem sie Freundlichkeit und Humor in den Vordergrund rücken. Diese Perspektivänderung soll das tägliche Miteinander für alle angenehmer machen.
