10 January 2026, 06:38

Porsche SE verzeichnet drastischen Gewinnrückgang trotz Stabilisierungsversuchen

Ein schwarzer Nissan-Sportwagen mit Cartoon-Postern im Hintergrund und einem kleinen Zitat unten.

VW-Dachgesellschaft kämpft mit Schwäche der Beteiligungen - Porsche SE verzeichnet drastischen Gewinnrückgang trotz Stabilisierungsversuchen

Die Porsche SE, die von den Familien Porsche und Piëch kontrollierte Holdinggesellschaft, hat für die ersten neun Monate des Jahres einen deutlichen Gewinnrückgang gemeldet. Der Nettogewinn nach Steuern halbierte sich auf 1,24 Milliarden Euro – ein Rückgang von 2,48 Milliarden Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Einbruch steht im Zusammenhang mit dem Druck, die Abhängigkeit von Dividenden aus dem Automobilsektor zu verringern.

Der bereinigte Konzerngewinn, die zentrale Kennzahl der Porsche SE, belief sich im Berichtszeitraum auf 1,59 Milliarden Euro – deutlich weniger als die 2,48 Milliarden Euro des Vorjahres. Hauptgründe für den Rückgang waren schwächere Ergebnisse bei der Volkswagen Gruppe und der Porsche AG, beides Kernbeteiligungen des familiengeführten Unternehmens. Besonders Volkswagen hatte mit hohen Kosten für die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und rückläufigen Absatzzahlen in China zu kämpfen.

Die Nettoverschuldung lag Ende September bei 5,02 Milliarden Euro, eine leichte Verbesserung gegenüber 5,16 Milliarden Euro zu Jahresbeginn. Das Unternehmen rechnet damit, dass dieser Wert bis Jahresende zwischen 4,9 und 5,4 Milliarden Euro bleiben wird. Trotz der finanziellen Belastungen hielt die Porsche SE an ihrer Prognose von September fest und erwartet für das Gesamtjahr einen bereinigten Konzerngewinn zwischen 0,9 und 2,9 Milliarden Euro.

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Um die Abhängigkeit vom Automobilsektor zu verringern, haben die Familien Porsche und Piëch Pläne angekündigt, in die Rüstungs- und Sicherheitsbranche zu expandieren. Zwar wurden noch keine konkreten Investitionen finalisiert, doch der Schritt spiegelt das Bestreben wider, die Einnahmequellen langfristig zu diversifizieren. Vorstandsvorsitzender Hans Dieter Pötsch steuert die Strategie weiter, wobei der bereinigte Konzerngewinn weiterhin die zentrale Messgröße für die Unternehmensführung bleibt.

Die Finanzzahlen der Porsche SE unterstreichen die Risiken einer starken Konzentration auf Automotive-Erträge. Der Vorstoß in neue Branchen wie Verteidigung und Sicherheit zielt darauf ab, die Umsätze langfristig zu stabilisieren. Kurzfristig bleibt die Entwicklung des Unternehmens jedoch eng mit der Performance von Volkswagen und Porsche AG verknüpft – bei gleichzeitig genau beobachteten Schuldenständen.