22 March 2026, 00:25

Porsche bremst E-Auto-Pläne: Verbrenner bleiben länger im Programm

Werbeposter für Premier Cycle Cars mit einem klassischen schwarzen Auto mit schlankem Design und auffälliger weißer Schrift.

Porsche bremst E-Auto-Pläne: Verbrenner bleiben länger im Programm

Porsche hat sein Ziel, bis 2030 fast ausschließlich Elektrofahrzeuge anzubieten, zurückgestuft. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Absatzzahlen, schwächerer Gewinne und veränderter Marktbedingungen. Aktuelle Finanzdaten zeigen einen deutlichen Rückgang bei Auslieferungen und Erträgen im vergangenen Jahr.

Der deutsche Automobilhersteller verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 einen Rückgang der Gesamtauslieferungen um 10,1 % auf 279.449 Fahrzeuge – im Vorjahr waren es noch 310.718. Auch die Umsatzerlöse sanken um 9,5 % auf 36,27 Milliarden Euro, während der operative Gewinn dramatisch um 92,7 % auf nur noch 0,41 Milliarden Euro einbrach. Ein zentraler Grund war der Einbruch der Auslieferungen nach China um 26 %, wo lediglich rund 41.000 Einheiten abgesetzt wurden.

Porsche rechnet nun damit, dass rein batteriebetriebene Fahrzeuge (BEV) im Jahr 2026 nur noch einen Anteil von 24–26 % am Gesamtabsatz ausmachen werden – deutlich weniger als bisher prognostiziert. Statt Verbrennermotoren schrittweise abzuschaffen, hat das Unternehmen die Produktionsdauer der Modelle Panamera und Cayenne verlängert, die sowohl Verbrenner- als auch Hybridvarianten umfassen. Diese Anpassung spiegelt branchenweite Herausforderungen wider, darunter eine unzureichende Ladeinfrastruktur, technologische Grenzen bei Batterien und Engpässe bei Rohstoffen.

Hinzu kommt eine angespannte wirtschaftliche Lage: Die Energiepreise sind stark gestiegen, der Preis für Brent-Rohöl kletterte in den letzten Monaten um 27 %. Gleichzeitig hat die Europäische Zentralbank ihre Inflationsprognose für 2026 auf 2,6 % angehoben, was die Marktunsicherheit weiter verstärkt. Der Aktienkurs von Porsche erreichte kürzlich ein 52-Wochen-Tief – ein weiteres Indiz für die Sorgen der Anleger.

Durch die Beibehaltung von Verbrenner- und Hybridmodellen im Portfolio will Porsche die Erträge stabilisieren, während sich der Übergang zur E-Mobilität langsamer als erwartet vollzieht. Die weiteren Schritte des Unternehmens hängen maßgeblich davon ab, wie sich die Hybridverkäufe in Europa und China entwickeln – beide Märkte bleiben in diesem Jahr entscheidend für die Gewinnmargen.

Porsches überarbeitete Strategie bedeutet, dass Verbrenner- und Hybridfahrzeuge länger als geplant produziert werden. Die finanziellen Schwierigkeiten und die Marktvolatilität zwingen das Unternehmen zu einem vorsichtigeren Kurs bei der Elektrifizierung. Vorerst wird die Rentabilität davon abhängen, traditionelle und elektrische Modelle im Gleichgewicht zu halten – und das angesichts anhaltender wirtschaftlicher Herausforderungen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle