Polnischer Lkw-Fahrer schmuggelt Luxus-Porzellan über die Grenze – Zoll schlägt zu
Svenja HeringPolnischer Lkw-Fahrer schmuggelt Luxus-Porzellan über die Grenze – Zoll schlägt zu
Ein polnischer Lkw-Fahrer ist bei dem Versuch aufgeflogen, hochwertiges Tischgeschirr und Messer in die EU zu schmuggeln. Der Vorfall ereignete sich während einer routinemäßigen Zollkontrolle am Grenzübergang Konstanz-Autobahn. Die Behörden beschlagnahmten die Ware, nachdem der Mann sie nicht ordnungsgemäß deklariert hatte.
Der 43-jährige Fahrer wurde von Beamten angehalten, die etwa 50 Kartons in seinem Fahrzeug entdeckten. Darin befanden sich Porzellan, Kristallgläser und Küchenmesser bekannter Markenhersteller. Der Gesamtwert der Waren wurde auf rund 10.000 Euro geschätzt, wobei allein das Tischgeschirr etwa 6.000 Euro wert war.
Zunächst behauptete der Mann, er habe keine Waren zu verzollen. Später gab er die Sendung als Schrott aus. Auf Porzellan wird ein Einfuhrzoll von 12 Prozent erhoben, auf Messer fallen 8,5 Prozent an – zusammen ergäbe das über 3.000 Euro an unbezahlten Abgaben.
Der Zoll konfiszierte die Ware zur Deckung der Zollgebühren, ließ den Fahrer jedoch nach Polen zurückkehren. Der Fall wurde nun an das Hauptzollamt Karlsruhe zur weiteren Bearbeitung übergeben. Zudem wurde ein separates Steuerhinterziehungsverfahren gegen den Mann eingeleitet.
Die beschlagnahmten Güter bleiben bis zur Begleichung der Abgaben in Verwahrung. Die Ermittlungen sollen klären, ob weitere Strafen verhängt werden. Zollbeamte kontrollieren weiterhin grenzüberschreitende Sendungen auf nicht deklarierte Hochwertwaren.






