Piers Morgan warnt vor Deepfakes und Zensur: "Meine Mutter erkennt Fälschungen nicht mehr"
Karl-Friedrich WielochPiers Morgan warnt vor Deepfakes und Zensur: "Meine Mutter erkennt Fälschungen nicht mehr"
Piers Morgan hat sich zu zwei wachsenden Problemen in den Medien geäußert: der Verbreitung von KI-generierten Deepfakes und dem Ausschluss umstrittener Persönlichkeiten von öffentlichen Veranstaltungen. Der Moderator kritisierte kürzlich das SXSW London dafür, den YouTube-Kommentator Cenk Uygur nicht verteidigt zu haben, nachdem britische Behörden ihm die Einreise verweigert hatten.
Selbst seine eigene Mutter hatte Mühe, ein gefälschtes virales Video von ihm als Fälschung zu erkennen – ein Beweis dafür, wie überzeugend Deepfakes mittlerweile sind. Morgan gab zu, enttäuscht zu sein, dass sich das SXSW London nicht öffentlich hinter Uygur stellte, der häufig zu Gast in seiner Sendung ist. Uygur und sein Neffe Hasan Piker wurde die Einreise nach Großbritannien verweigert, mit der Begründung, ihre Anwesenheit diene nicht dem öffentlichen Wohl. Dennoch betonte das SXSW London sein Bekenntnis zu vielfältigen Stimmen und verteidigte Morgans Recht, das Festival zu kritisieren.
Der Moderator sprach auch die Zunahme von KI-generierten Inhalten an, die seinen Stil imitieren. Gefälschte Ausschnitte, angeblich aus seiner Sendung Uncensored, verbreiten sich regelmäßig im Netz. Selbst seine Mutter durchschaute ein Deepfake-Video von ihm nicht – ein Beleg dafür, wie leicht solche Inhalte Zuschauer täuschen können. Morgan argumentierte, dass er in Debatten (noch) überzeugender sei als KI – räumte aber ein, dass die Bedrohung wächst.
Die Sängerin Katherine Jenkins teilte seine Bedenken und gab zu, dass sie mittlerweile die Authentizität von Videos auf Plattformen wie TikTok hinterfragt. Morgan selbst hat wiederholt die Verbreitung dieser manipulierten Clips beklagt, in denen er oft wütend über aktuelle Themen polemisiert.
Die Vorfälle unterstreichen die anhaltenden Debatten über Meinungsfreiheit, KI-gestützte Desinformation und die Verantwortung von öffentlichen Veranstaltungen. Während das SXSW London an seiner Rolle als Plattform für unterschiedliche Perspektiven festhält, warnen Morgan und andere vor den Gefahren immer realistischerer Deepfakes. Die britische Entscheidung, Uygur und Piker die Einreise zu verweigern, bleibt vorerst bestehen.






