12 June 2026, 12:15

PCK-Raffinerie kämpft mit Ölknappheit nach russischem Lieferstopp

Minister: Polen unterstützt PCK-Raffinerie

PCK-Raffinerie kämpft mit Ölknappheit nach russischem Lieferstopp

Die PCK-Raffinerie in Brandenburg sieht sich mit Lieferengpässen konfrontiert, nachdem Russland im Mai den Transit von kasachischem Rohöl gestoppt hat. Die Anlage, die weite Teile Nordostdeutschlands und den Berliner Raum mit Treibstoff versorgt, arbeitet seitdem mit reduzierter Kapazität und greift auf bestehende Reserven zurück.

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Im Mai hatte Russland die Lieferungen von kasachischem Öl durch die Druschba-Pipeline eingestellt, wodurch rund 20 Prozent der Rohölversorgung der Raffinerie wegbrachen. Dennoch gelang es PCK, die Produktion durch den Einsatz gelagerter Bestände auf 82 Prozent der Kapazität aufrechtzuerhalten.

Derweil laufen Bemühungen, neue Versorgungswege zu erschließen. Im Mittelpunkt der Gespräche steht die Umleitung von Öl über den polnischen Hafen Danzig zur PCK-Raffinerie. Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement betonte, dass Fortschritte erzielt würden, auch wenn zwischen Deutschland und Polen noch keine Einigung erzielt worden sei.

Polen zeigt sich zwar kooperationsbereit, zögert jedoch, in direkte Verhandlungen mit Rosneft Deutschland einzutreten – dem Mehrheitseigner der Raffinerie. Das Unternehmen, zu 54 Prozent in der Hand russischer Staatskonzerne, steht derzeit unter bundesdeutscher Treuhandverwaltung, da es wegen der Ukraine-Kriegs-Sanktionen betroffen ist. Wie lange die Lieferunterbrechung anhalten wird, bleibt ungewiss.

Die Suche nach alternativen Ölquellen für die PCK-Raffinerie geht weiter. Der Betrieb stützt sich derzeit auf vorhandene Lagerbestände, doch eine langfristige Lösung steht noch aus. Die deutsche Bundesregierung und die polnischen Behörden haben bisher keine abschließende Vereinbarung getroffen.

Quelle