Paul Wanner wechselt die Nationalmannschaft: Vom DFB zu Österreichs Team
Marika HeinzPaul Wanner wechselt die Nationalmannschaft: Vom DFB zu Österreichs Team
Paul Wanner hat sich entschieden, künftig auf internationaler Ebene für Österreich aufzulaufen und wechselt damit die sportliche Staatsbürgerschaft von Deutschland zu Österreich. Der 20-jährige Offensive Mittelfeldspieler, der zwar in Deutschland aufgewachsen ist, aber österreichische Wurzeln hat, machte seine Entscheidung im März 2026 offiziell. Der Wechsel folgt auf eine Karriere, die beim FC Bayern München begann, bevor er im Sommer 2025 zu PSV Eindhoven wechselte.
Geboren wurde Wanner in Dornbirn als Sohn einer Vorarlbergerin und eines deutschen Vaters, aufgewachsen ist er jedoch in Amtzell in Oberschwaben. Mit 13 Jahren stieß er zu Bayern München und trainierte bereits mit 16 mit der Profimannschaft. Trotz 27 Einsätzen in deutschen Jugendnationalteams – darunter auch bei der U21, die 2025 das EM-Finale erreichte – entschied er sich nun für Österreich.
Ralf Rangnick, der österreichische Nationaltrainer, spielte eine zentrale Rolle bei dieser Entscheidung. Wanner hatte bereits im November 2022 eine Nominierung für die deutsche A-Nationalmannschaft unter Julian Nagelsmann abgelehnt. Seine Familie, insbesondere die österreichischen Großeltern, unterstützten den Wechsel.
Wanner, der sich selbst als klassische "Zehn" sieht, erhofft sich mit Österreich realistischere Chancen auf eine Teilnahme an der WM 2026. Dennoch muss er sich seinen Platz in Rangnicks Team erst erarbeiten – in der Hoffnung, dass dieser auch nach dem Turnier Trainer bleibt. Sein Vereinsengagement bei PSV bleibt von der Entscheidung unberührt; es gibt keine Hinweise auf veränderte Einsatzzeiten. Derweil lernt er noch die österreichische Nationalhymne.
Der Wechsel zu Österreich eröffnet Wanner einen realistischen Weg in den Seniorenbereich des Nationalteams. Sein Fokus bleibt weiterhin auf der Entwicklung im Verein, während die österreichische Mannschaft einen technisch versierten Mittelfeldspieler gewinnt. Die Entscheidung spiegelt sowohl sportlichen Ehrgeiz als auch persönliche Bindungen wider – ohne unmittelbare Auswirkungen auf seine klubinterne Laufbahn.






