25 January 2026, 10:40

Notstromdiesel im AKW Neckarwestheim fällt bei Routineprüfung aus – doch die Gefahr blieb aus

Ein Schwarz-Weiß-Diagramm eines Dieselmotors mit beschrifteten Komponenten.

Notstromdiesel im AKW Neckarwestheim fällt bei Routineprüfung aus – doch die Gefahr blieb aus

Notstromdiesel im stillgelegten Kernkraftwerk Neckarwestheim (Block II) fällt bei Routineprüfung aus

Am 23. Oktober 2025 ist ein Notstromdieselgenerator im stillgelegten Kernkraftwerk Neckarwestheim, Block II, während einer planmäßigen Inspektion ausgefallen. Wie offizielle Stellen mitteilten, bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Menschen oder die Umwelt. Der Betreiber, die EnBW Kernkraft AG, bestätigte, dass das Problem zügig und ohne Komplikationen behoben wurde.

Die Prüfung war Teil der regelmäßigen Wartung des Notstromsystems. Dabei schaltete sich jedoch unerwartet die Kühlpumpe des Dieselmotors ab, weil ein Stecker nicht ordnungsgemäß angeschlossen war. Dies führte dazu, dass sich der Generator automatisch abschaltete.

Ursache für den Ausfall war eine unterbliebene, für die Inspektion erforderliche Stromverbindung. Vorsorglich aktivierte das Reaktorschutzsystem einen zweiten Notstromdiesel für die Not- und Nachspeisewasserversorgung im Reserve-Stromnetz. Spätere Untersuchungen ergaben, dass der Dieselgenerator im Ernstfall einwandfrei funktioniert hätte. Die EnBW Kernkraft AG führte eine Fehleranalyse durch, behob das Problem und schloss die Routineprüfung erfolgreich ab.

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Der Vorfall wurde in die Meldekategorie N eingestuft und mit der INES-Stufe 0 bewertet – was auf eine geringe oder keine sicherheitstechnische Bedeutung hinweist. Da das Kraftwerk im April 2023 endgültig abgeschaltet wurde, ist eine Kühlung nur noch gelegentlich für das Brennelementlagerbecken erforderlich. Dennoch bleibt die Notstromversorgung entscheidend, um bei einem Netzausfall die durchgehende Kühlung zu gewährleisten.

Die Sicherheitseinrichtungen und der Umweltschutz waren durch den Vorfall nicht beeinträchtigt. Laut Betreiberbericht hätten alle Systeme im Ernstfall wie vorgesehen funktioniert. Die Stilllegung des Kraftwerks erfolgt weiterhin unter der üblichen behördlichen Aufsicht.