03 February 2026, 04:38

Niedersachsen will Lärmschutz für Sportstätten revolutionieren – mehr Freiheit für Kinder und Vereine

Eine Gruppe von Kindern, die vor einem Zelt Fußball spielen, umgeben von verschiedenen Gegenständen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Kinderlärm beim Sport? Niedersachsen unterstützt neue Regelung - Niedersachsen will Lärmschutz für Sportstätten revolutionieren – mehr Freiheit für Kinder und Vereine

Niedersachsen drängt auf grundlegende Reform des Lärmschutzrechts für Sporteinrichtungen

Die Landesregierung in Niedersachsen setzt sich für weitreichende Änderungen im Lärmschutzrecht ein, die Sportstätten betreffen. Die Kinderlärm bei sportlichen Aktivitäten soll künftig genauso behandelt werden wie der auf Spielplätzen – und damit von strengen Auflagen ausgenommen sein. Sportministerin Daniela Behrens fordert klarere Regelungen, um Vereine und Kommunen zu entlasten.

Auf der Sportministerkonferenz in Heidelberg am 29. Januar 2026 legte Niedersachsen Reformvorschläge für den Lärmschutz an Sportanlagen vor. Dazu gehören unter anderem eine Anhebung der nächtlichen Lärmgrenzwerte für Stadien um bis zu 10 Dezibel, Ausnahmen für internationale Veranstaltungen sowie flexiblere Messmethoden auf Basis von Immissionsrichtwerten.

Das Land argumentiert, dass die aktuellen Gesetze sportliche Aktivitäten unrechtmäßig benachteiligten. Während Lärm von Spielplätzen oder Kindergärten in der Regel nicht als schädlich eingestuft werde, gelten für Sporteinrichtungen strengere Vorgaben. Behrens betonte, dass Sport ein grundlegendes Recht für junge Menschen sei und nicht als Störfaktor behandelt werden dürfe.

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Zudem forderte Niedersachsen den Bund auf, die im Koalitionsvertrag versprochene "Sportmilliarde" vollständig bereitzustellen. Die Mittel sollen der Sanierung maroder kommunaler Sportstätten im ganzen Land dienen. Die nächste Sportministerkonferenz findet im Frühling 2026 auf der Insel Norderney statt.

Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, Kommunen bei der Planung und dem Betrieb von Sportanlagen mehr Rechtssicherheit zu geben. Bei einer Umsetzung würden sie die Beschränkungen für Kinderlärm im Sport lockern und die Vorschriften für Stadien vereinfachen. Das Land pocht weiterhin auf Bundesmittel zur Modernisierung der örtlichen Infrastruktur.