Neues Zentrum für Sicheren Sport soll Gewalt im Spitzensport bekämpfen
Karl-Friedrich WielochNeues Zentrum für Sicheren Sport soll Gewalt im Spitzensport bekämpfen
Die Bundesländer Deutschlands haben sich darauf verständigt, die Pläne für ein neues Zentrum für Sicheren Sport (ZfSS) voranzutreiben. Die von Hessen und Sachsen initiierte Einrichtung soll Gewalt im Spitzensport, insbesondere zwischenmenschliche Übergriffe, bekämpfen. Die Bundesregierung wird die Anfangsfinanzierung übernehmen und rechnet mit einer Eröffnung des Zentrums im Frühjahr 2026.
Die Entscheidung folgte auf einen Vorschlag Hessens und Sachsens während der Sportministerkonferenz (SMK), die die Sportpolitik aller 16 Bundesländer koordiniert und mindestens einmal jährlich tagt. Baden-Württemberg, vertreten durch Ministerin Theresa Schopper, wird 2025 und 2026 den Vorsitz der SMK innehaben.
Das ZfSS wird sich auf drei zentrale Handlungsfelder konzentrieren: Prävention, Intervention und Unterstützung für Betroffene von Gewalt. Es arbeitet eng mit den Landessportbünden sowie der unabhängigen Anlaufstelle des Vereins Safe Sports zusammen. Sportverbände wurden zudem aufgefordert, eigenständige Maßnahmen zu ergreifen – etwa durch den Schutz von Opfern und den Ausschluss von Tätern aus dem Sportbetrieb.
Die Bundesregierung hat zugesagt, die Gründungskosten zu tragen. Konkrete Details zur Struktur des Zentrums oder zu den geplanten Maßnahmen stehen jedoch noch aus.
Das neue Zentrum bündelt die Bemühungen im Kampf gegen Gewalt im Spitzensport und setzt auf die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Sportorganisationen. Die Eröffnung ist für Anfang 2026 vorgesehen; weitere Einzelheiten sollen in den kommenden Monaten bekannt gegeben werden.






