Neues Online-Portal macht historische Dokumente zu Rechtsextremismus frei zugänglich
Karl-Friedrich WielochNeues Online-Portal macht historische Dokumente zu Rechtsextremismus frei zugänglich
Ein neues Online-Portal bietet ab sofort kostenlosen Zugang zu historischen Dokumenten über rechtsextreme Strömungen in Deutschland. Der Zeitraum von 1945 bis 2000 wird abgedeckt; das Projekt richtet sich an Forscher:innen, Schulen und die politische Bildungsarbeit. Fachleute haben die Materialien sorgfältig für die öffentliche Nutzung aufbereitet.
Das unter https://radikale-rechte.de/ abrufbare Portal versammelt Propagandatexte, gewaltverherrlichende Rhetorik sowie Materialien, die gezielt junge Zielgruppen ansprechen. Über 30 Expert:innen arbeiteten daran, die Dokumente mit Annotationen zu versehen und einzuordnen, um Verständlichkeit und Genauigkeit zu gewährleisten.
Die wissenschaftliche Leitung des Projekts liegt bei Prof. Dr. Frank Bösch und Prof. Dr. Gideon Botsch als Herausgeber. Ihr Team wählte Quellen aus, die die Strategien und Ideologien rechtsextremer Gruppen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts widerspiegeln. Die Plattform ist als verlässliche Ressource für Lehrkräfte, Historiker:innen und die interessierte Öffentlichkeit konzipiert.
Mit dem Start des Portals wird der Zugang zu Primärquellen über Rechtsextremismus deutlich erweitert. Schulen, Forscher:innen und zivilgesellschaftliche Organisationen können die Materialien nun für Bildungszwecke und Analysen nutzen. Das Projekt bietet eine strukturierte Grundlage, um historische extremistische Bewegungen in Deutschland zu untersuchen.






