Neuer Verbandschef aus Reutlingen will Mittelstand vor Landtagswahl 2026 stärken
Karl-Friedrich WielochNeuer Verbandschef aus Reutlingen will Mittelstand vor Landtagswahl 2026 stärken
Robin Morgenstern, ein 48-jähriger Unternehmer aus Reutlingen, ist zum neuen Vorsitzenden der Familienunternehmer Baden-Württemberg gewählt worden. Er übernimmt das Amt von André Bartel, der den Verband viele Jahre lang geführt hat. Morgenstern will nun im Vorfeld der Landtagswahl 2026 eine Politik vorantreiben, die familiengeführte Unternehmen und den Mittelstand stärkt.
Morgenstern ist tief in der regionalen Wirtschaftswelt verwurzelt. Seit 2004 ist er geschäftsführender Gesellschafter und CEO der Morgenstern-Unternehmensgruppe, die an elf Standorten in Deutschland und der Schweiz über 300 Mitarbeiter beschäftigt. Zudem bekleidet er das Amt des Vizepräsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Reutlingen.
Zu seinen Schwerpunkten zählen Bürokratieabbau, die Sicherung von Fachkräften und die voranschreitende digitale Transformation. Er lehnt die Pläne von Finanzminister Danyal Bayaz ab, etwa den "großen Generationenvertrag" und einen Sicherheits-Solvenzfonds, die er als "versteuerte Steuererhöhung" bezeichnet. Stattdessen setzt er sich für ein automatisches Rentenalter ein, das an die steigende Lebenserwartung geknüpft ist. Morgenstern ist seit 2009 Mitglied der Familienunternehmer und leitet seit 2018 deren Regionalkreis Südwest. Seine Wahl fällt in eine Phase, in der die Eissmann Gruppe in Bad Urach unter die schweizerische Vetropack Holding AG wechselt.
In seiner neuen Rolle will Morgenstern die Wirtschaftspolitik mitgestalten, um Investitionen zu fördern und Familienbetriebe zu schützen. Sein Fokus bleibt auf der Verringerung regulatorischer Lasten und der langfristigen Stabilisierung des Sektors. Der Verband bereitet sich nun auf die zentralen Debatten im Vorfeld der Landtagswahl 2026 vor.






