Neue Bundessiftung bringt Deutschlands Demokratiegeschichte zum Leben
Karl-Friedrich WielochNeue Bundessiftung bringt Deutschlands Demokratiegeschichte zum Leben
Eine neue Bundessiftung soll das demokratische Erbe Deutschlands bewahren und fördern. Die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte wurde im März 2026 nach einem Bundestagsbeschluss offiziell gegründet, unterstützt von CDU/CSU und SPD. Ihre erste große Veranstaltung, der Tag der Demokratiegeschichte, fand am 18. März unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier statt.
Die Stiftung fördert bereits jetzt Projekte in ganz Deutschland. In Lörrach wurden für 2026 rund 182.500 Euro für demokratische Bildungs- und Erinnerungsarbeit bereitgestellt. Ein Höhepunkt wird der Tag der Demokratie am 19. September sein, der sich um das Alte Rathaus dreht. Geplant sind eine Gala für alle sowie die Lange Nacht der Demokratie am 2. Oktober – für diese Veranstaltungen sind fast 95.000 Euro vorgesehen.
Ein an junge Leser gerichteter Comic über die Lörracher Revolution von 1848 erhielt 24.000 Euro Förderung. Das Werk, das im Herbst 2026 erscheinen soll, präsentiert die historischen Ereignisse in einem ansprechenden Format. Das Dreiländermuseum modernisiert zudem mit 63.500 Euro seine Dauerausstellung und erweitert den demokratiegeschichtlichen Teil.
Über Lörrach hinaus unterstützt die Stiftung bundesweit Veranstaltungen. In Mecklenburg-Vorpommern fanden am 18. März Führungen über das Neubrandenburger Stasi-Gelände und Diskussionsrunden statt. Weitere Projekte reichen von Konstanz bis Aachen und von Hamburg bis Leipzig, darunter auch Orte wie das Hambacher Schloss und Weimar. Zudem startet eine neue Gesprächsreihe, die Struve Talks, die sich mit Themen wie Freiheit, Wohlstand und demokratischen Werten befasst.
Die Arbeit der Stiftung zeigt sich bereits in Ausstellungen, Veranstaltungen und Bildungsprojekten. Gefördert werden Einrichtungen in ganz Deutschland, mit dem Ziel, demokratische Geschichte erlebbar zu machen. Der erste Tag der Demokratiegeschichte markiert den Auftakt einer breiteren Initiative, die Bevölkerung mit der politischen Vergangenheit des Landes zu verbinden.






