07 June 2026, 22:18

Neue Baustandards sollen Deutschlands Wohnungsnot und Baukosten bremsen

Normenkontrollrat fordert Begrenzung von DIN-Standards im Wohnungsbau

Neue Baustandards sollen Deutschlands Wohnungsnot und Baukosten bremsen

Deutschlands Wohnungsnot und steigende Baukosten fordern Reformen – der Nationale Normenkontrollrat (NKR) hat nun vereinfachte Baustandards vorgeschlagen, um die Kosten zu senken und den Wohnungsbau zu beschleunigen. Bundesministerien haben jetzt zentrale Eckpunkte für einen neuen Bautyp-E-Vertrag vorgelegt, der diese Herausforderungen angehen soll.

Die Empfehlungen des NKR sehen ein gestuftes System für Bauqualitäten vor: Bauherren könnten künftig zwischen Grund-, Mittel- und Premiumstandards wählen. Vorgesehen ist, dass automatisch der „Grundstandard“ gilt – Aufwertungen wären möglich, Abstriche jedoch nicht.

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Hintergrund ist die dramatische Wohnungsknappheit in Deutschland sowie die explodierenden Baukosten. NKR-Präsident Lutz Göbel argumentiert, dass übermäßig strenge technische Vorgaben gelockert oder gestrichen werden sollten, wo dies vertretbar sei. Ziel sei es, Kosten zu reduzieren, ohne Sicherheit oder Funktionalität zu gefährden.

Bundesbauministerin Verena Hubertz und Justizministerin Stefanie Hubig haben inzwischen das Rahmenwerk für den Bautyp-E-Vertrag präsentiert. Damit setzen sie eine NKR-Empfehlung um, die auf schlankere Vorschriften und klarere Leitlinien abzielt. Das Justizministerium will in den kommenden Monaten einen Gesetzentwurf für das neue Regelwerk vorlegen.

Das geplante Bautyp-E-Gesetz soll Bauvorschriften vereinfachen und die Kosten drücken. Bei einer Verabschiedung würde das gestufte Standardmodell Baufirmen mehr Spielraum geben. Die Bundesregierung erhofft sich davon eine Entlastung des Wohnungsmarkts und einen schnelleren Bau von Wohnraum.

Quelle