04 May 2026, 10:19

Neue Arzneimittelpreise: Bundesregierung lockert Regeln für Immunglobuline und Inflationsausgleich

Blauer Hintergrund mit wei├čer Schrift und Logo mit der Aufschrift "19 Millionen Amerikaner sparen sch├Ątzungsweise 400 USD pro Jahr an Arzneimittelkosten".

Neue Arzneimittelpreise: Bundesregierung lockert Regeln für Immunglobuline und Inflationsausgleich

Die deutsche Bundesregierung hat die Regeln zur Arzneimittelpreisgestaltung angepasst, um die Kosten für Krankenkassen und Pharmaunternehmen auszugleichen. Zu den Änderungen gehören eine teilweise Lockerung des Preisstopps für Immunglobuline sowie neue Inflationsanpassungen. Die Maßnahmen sollen die finanzielle Belastung verringern und gleichzeitig die Verfügbarkeit von Medikamenten sichern.

Der grundsätzliche Preisstopp und die verpflichtenden Rabatte für verschreibungspflichtige Arzneimittel, die von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattet werden, bleiben jedoch bestehen. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) bestätigte, dass diese Regelungen bis 2026 fortgelten. Allerdings wurde der Preisstopp für Immunglobuline gelockert, um Engpässe zu vermeiden.

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Pharmaunternehmen können nun Befreiungen von den gesetzlichen Rabattvorgaben beantragen, falls die Einhaltung zu einer übermäßigen finanziellen Belastung führt. Zudem soll ein Inflationsausgleichsmechanismus Entlastung bringen – die geschätzten Entlastungen belaufen sich bis 2026 auf 79 Millionen Euro. Diese Anpassung hilft den Herstellern, steigende Kosten auszugleichen.

Die bestehenden Maßnahmen haben die finanzielle Belastung der GKV bereits 2024 um 2,19 Milliarden Euro reduziert. Ohne weitere Entlastungen könnten die Zusatzbeitragssätze für Versicherte bis 2026 auf bis zu 2,9 Prozent steigen. Neue Arzneimittel mit Zulassung oder ohne therapeutische Alternativen können weiterhin separat verhandelte Preise erhalten.

Die aktualisierten Regelungen zielen darauf ab, Medikamente für Patientinnen und Patienten bezahlbar zu halten und gleichzeitig die Pharmabranche zu unterstützen. Der Inflationsausgleich und die Befreiungsoptionen bieten gezielte Entlastung, doch der grundsätzliche Preisstopp bleibt bestehen. Die Verantwortlichen betonen, dass die fortlaufenden Maßnahmen notwendig sind, um die Beitragssätze bis 2026 zu stabilisieren.

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