22 January 2026, 01:01

Mittelständler wechseln ihre ERP-Systeme – warum die Zeit für veraltete Software abläuft

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Mittelständler wechseln ihre ERP-Systeme – warum die Zeit für veraltete Software abläuft

Mittelständische Unternehmen in Deutschland modernisieren ihre ERP-Systeme rasant, um mit den digitalen Anforderungen Schritt zu halten. Eine aktuelle Branchenstudie zeigt, dass nahezu zwei Drittel der produzierenden Betriebe in den letzten zwei Jahren den Anbieter gewechselt haben. Der Wandel kommt zustande, weil Unternehmen zunehmend Wert auf Fachkompetenz, Echtzeit-Datenzugriff und nahtlose Anbindung an andere zentrale Systeme legen.

Hauptgründe für den Wechsel des ERP-Systems sind veraltete Technologie und unzureichende Leistung. Rund 61 Prozent der Firmen stellten fest, dass ihre bestehende Software den geschäftlichen Anforderungen nicht mehr gerecht wird, während 48 Prozent mit häufigen Problemen beim Datentransfer kämpften. Weitere 46 Prozent nannten veraltete Plattformen als entscheidenden Faktor für ihre Wechselentscheidung.

Bei der Auswahl eines neuen Anbieters steht für 82 Prozent der Unternehmen ERP-Expertise an erster Stelle. Service und Support folgen mit 66 Prozent, während Kundenreferenzen für 54 Prozent der Käufer eine bedeutende Rolle spielen. Dennoch bleibt die Zufriedenheit gering: Nur 49 Prozent sind mit dem Support ihres aktuellen Anbieters zufrieden, und 42 Prozent äußern sogar Unzufriedenheit. Auch die Benutzerfreundlichkeit gibt weiterhin Anlass zur Kritik – 39 Prozent bemängeln, dass die Systeme für Mitarbeiter zu komplex seien.

Maßgeschneiderte Lösungen sind heute kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit. Beeindruckende 94 Prozent der mittelständischen Unternehmen verlangen nach individuell angepassten ERP-Systemen, für 83 Prozent ist dies sogar ein entscheidendes Auswahlkriterium. Echtzeit-Datenzugriff gehört ebenfalls zu den zentralen Anforderungen: 74 Prozent der Firmen benötigen Live-Updates von Maschinen und Systemen. Die Integration mit anderen Tools ist ebenso wichtig: 76 Prozent setzen auf ein Dokumentenmanagementsystem (DMS), 57 Prozent auf Produktionsplanung (PPS) und 54 Prozent auf Kompatibilität mit Customer-Relationship-Management-Systemen (CRM).

**Mehrere deutsche Anbieter haben sich auf ERP-Lösungen für den Mittelstand spezialisiert. Proalpha gilt als führender ERP-Dienstleister für mittelständische Unternehmen in Deutschland. SoftENGINE bietet integrierte Systeme mit Geschäftsprozessmanagement und KI-gestützten Assistenten. Die pio ERP-Lösung von AS/point umfasst KI, IoT und Machine-to-Machine-(M2M)-Anbindung für Echtzeitdaten. Admito liefert modulare ERP-Systeme für Industrie- und projektbasierte Unternehmen, während BSS Ost, seit 2006 Partner von Microsoft Dynamics 365 Business Central, sich auf Dienstleistungsbetriebe konzentriert.

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ERP-Systeme nehmen eine zentrale Rolle in den Digitalisierungsstrategien ein – 74 Prozent der Unternehmen stufen sie als „sehr wichtig“ ein, weitere 21 Prozent als „wichtig“. Der Modernisierungsdruck spiegelt übergeordnete Branchentrends wider, bei denen Echtzeitdaten, Benutzerfreundlichkeit und Integrationsfähigkeiten keine Option mehr, sondern Pflicht sind. Mit wachsendem Wettbewerb unter den Anbietern werden Unternehmen anspruchsvoller und verlangen Lösungen, die präzise auf ihre betrieblichen Anforderungen zugeschnitten sind.