Mercedes enthüllt radikales Design für den nächsten eSprinter – mit Drei-Volumen-Form
Eberhard KuhlMercedes enthüllt radikales Design für den nächsten eSprinter – mit Drei-Volumen-Form
Mercedes-Benz präsentiert mit der Skulptur The Boulder die Vision für den nächsten eSprinter
Mit einer markanten Steinskulptur namens The Boulder gibt Mercedes-Benz einen Ausblick auf die nächste Generation des eSprinter. Das Design markiert einen radikalen Bruch mit der bisherigen Monospace-Form und setzt stattdessen auf eine klassische Drei-Volumen-Silhouette. Diese Neuausrichtung fällt zusammen mit dem 130-jährigen Jubiläum der Transporterproduktion der Marke im Jahr 2024.
Das neue Modell basiert auf einer flexiblen Plattform, die sowohl elektrische als auch konventionelle Antriebe unterstützt – ein Zeichen für den zurückhaltenden Kurs des Unternehmens bei der vollständigen Elektrifizierung.
Vom Einraumkonzept zur dreigliedrigen Form Der nächste eSprinter verabschiedet sich vom bisherigen Einraumdesign und setzt auf eine klare Drei-Volumen-Gestalt mit langer Motorhaube und aufrechtem Kühlergrill. Die steileren Seitenwände deuten auf mehr Ladevolumen hin, während die betont eckige und kraftvolle Linienführung dem Fahrzeug eine selbstbewusstere Präsenz verleiht.
Technik: Flexibilität statt radikaler Wende Unter der Haube kommt die neue VAN.EA-Architektur zum Einsatz, die auch der künftige VLE nutzen wird – ein Premium-Nachfolger des EQV. Privatkunden können ab 2026 mit den ersten rein elektrischen Modellen auf dieser Basis rechnen. Die kommerziellen Varianten folgen jedoch später, denn Mercedes-Benz setzt auf Flexibilität statt auf eine überstürzte Elektrifizierung.
Der neue Sprinter wird mit einer breiten Palette an Antrieben, Längen, Radständen und Gewichtsklassen angeboten – maßgeschneidert für verschiedene Branchen und Aufbauer-Anforderungen. Auch digitale Lösungen rücken in den Fokus: Over-the-Air-Updates, leistungsstarke Bordcomputer und individuelle digitale Dienstleistungen sollen den Nutzen steigern.
Doch trotz des Innovationsschubs bleibt das Unternehmen bei der vollständigen Elektrifizierung vorsichtig. Die zögerliche Nachfrage gewerblicher Käufer und der Wegfall von Förderungen für E-Fahrzeuge in Schlüsselmärkten wie den USA führen zu einer abgewogeneren Strategie. Die VAN.EA-Plattform wird daher durch die VAN.CA-Architektur ergänzt, um langfristig sowohl elektrische als auch verbrennungsmotorische Antriebe zu ermöglichen.
Ein Sprinter der nächsten Generation Der kommende eSprinter steht für einen deutlichen Entwicklungssprung in Design, Technik und Flexibilität. Mit seiner Drei-Volumen-Form, der erweiterten elektrischen Antriebsvielfalt und fortschrittlichen digitalen Systemen hebt er sich klar von seinen Vorgängern ab. Zwar rücken elektrische Varianten in greifbare Nähe – doch Mercedes-Benz bleibt realistisch und balanciert Innovation mit den Gegebenheiten des Marktes.






