Mercedes bleibt Stuttgart treu – trotz US-Druck und Steueranreizen
Marika HeinzMercedes bleibt Stuttgart treu – trotz US-Druck und Steueranreizen
Mercedes-Benz hat sich trotz massiven Drucks seitens der US-Regierung dafür entschieden, seinen Hauptsitz in Stuttgart zu behalten. Während der zweiten Amtszeit von Donald Trump hatten amerikanische Beamte den Automobilhersteller zum Umzug in die USA bewegt und dabei Steuererleichterungen sowie finanzielle Anreize angeboten. Das Unternehmen bleibt jedoch seinen deutschen Wurzeln treu – auch wenn es gleichzeitig seine Aktivitäten in den USA ausbaut.
Vor fast einem Jahr hatte der damalige US-Handelsminister Howard Lutnick den Mercedes-Chef Ola Källenius kontaktiert. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Verlegung des Unternehmenssitzes von Stuttgart in die USA. Lutnick schlug Steuervergünstigungen und weitere Vorteile vor, doch Källenius lehnte ab und betonte die enge Verbindung der Marke mit der Region Schwaben.
Der Vorstoß der USA erfolgte im Rahmen umfassenderer handelspolitischer Maßnahmen gegen ausländische Automobilhersteller. Trotz des Drucks zog Mercedes-Benz einen Umzug aus Deutschland jedoch nie ernsthaft in Betracht. Stattdessen baut das Unternehmen seine Präsenz in den USA weiter aus, etwa mit einem großen Werk in Tuscaloosa, Alabama.
Geplant ist nun ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Sandy Springs, Georgia. Zudem soll ab 2027 das Modell GLC in Tuscaloosa vom Band rollen. Mit diesen Schritten erweitert Mercedes-Benz sein Engagement in den USA, ohne die Kernaktivitäten aus Deutschland abziehen zu wollen.
Der gescheiterte Versuch, das Unternehmen zum Umzug zu bewegen, unterstreicht die langfristige Bindung von Mercedes-Benz an Stuttgart. Gleichzeitig zeigen die Investitionen in den USA – wie das R&D-Zentrum in Georgia und die Produktion in Alabama – das wachsende US-Geschäft des Konzerns. Steueranreize und politischer Druck reichen offenbar nicht aus, um den Automobilhersteller von seinem Standort in Deutschland abzubringen.






