Mercedes-Benz zieht Sparprogramm vor – doch der Personalabbau stockt
Eberhard KuhlMercedes-Benz zieht Sparprogramm vor – doch der Personalabbau stockt
Mercedes-Benz-Aktie: Beschleunigtes Sparprogramm unter Zeitdruck?
Vorspann Der Autobauer soll sein Effizienzprogramm vorziehen und bis Ende 2026 abschließen, um anhaltenden Margendruck zu bekämpfen. Bei den Stellenabbauplänen gibt es jedoch nur langsame Fortschritte.
18. Dezember 2025, 09:25 Uhr
Mercedes-Benz hat seine Kostensenkungspläne beschleunigt, um den wachsenden finanziellen Druck zu bewältigen. Das Unternehmen strebt nun an, sein Effizienzprogramm bereits bis 2026 abzuschließen – ein Jahr früher als ursprünglich vorgesehen. Konzernchef Ola Källenius treibt die Maßnahme voran, mit der die Ausgaben um fünf Milliarden Euro gesenkt werden sollen.
Die Entscheidung, die Einsparungen zu forcieren, fällt in eine Phase anhaltender Margenprobleme. Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge und der aggressive Preisdruck chinesischer Wettbewerber haben die Gewinnspannen belastet. Källenius stellt den Schritt als notwendige Reaktion dar – nicht als Zeichen finanzieller Stärke.
Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist der Personalabbau, doch hier stockt die Umsetzung. Deutschlands strenge Arbeitsgesetze, die Mitbestimmungsregeln sowie der enge Arbeitsmarkt erschweren Entlassungen. Ursprünglich sollte das Effizienzprogramm bis Ende 2027 laufen.
Anleger bleiben skeptisch, ob die beschleunigten Kürzungen tatsächlich zu operativen Verbesserungen führen. Manche fragen sich, ob es eher um ein beruhigendes Signal an die Märkte geht als um echte Effizienzgewinne.
Mit dem vorgezogenen Programm will Mercedes-Benz seine hohen Margen in einer sich wandelnden Branche verteidigen. Bis 2026 sollen fünf Milliarden Euro eingespart werden – eine Wette auf schnelle Maßnahmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Rechtliche Hürden und arbeitsmarktpolitische Herausforderungen könnten die Pläne jedoch bremsen.






