Mercedes-Benz kämpft mit drastischem Gewinnrückgang und plant Milliarden-Einsparungen
Svenja HeringMercedes-Benz kämpft mit drastischem Gewinnrückgang und plant Milliarden-Einsparungen
Mercedes-Benz verzeichnet starken Gewinnrückgang im dritten Quartal
Mercedes-Benz hat für das dritte Quartal dieses Jahres einen deutlichen Rückgang der Gewinne gemeldet. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2023 brachen die Erträge um über 50 Prozent ein und lagen bei nur noch 1,7 Milliarden Euro. Als Reaktion auf die anhaltenden finanziellen Herausforderungen plant das Unternehmen nun, die Kosten um mehrere Milliarden Euro jährlich zu senken.
Auch die Umsätze des Luxusautobauers schrumpften im letzten Quartal um 6,7 Prozent auf knapp unter 35 Milliarden Euro. Ein zentraler Grund für diesen Rückgang ist die schwache Nachfrage in China, wo sich Spitzenmodelle deutlich schlechter verkaufen als erwartet.
Trotz der angespannten Finanzlage hat Mercedes-Benz die Fixkosten bereits spürbar reduziert. Wie weitere Einsparungen erreicht werden sollen, blieb das Unternehmen jedoch schuldig – ebenso wie konkrete Aussagen zu möglichen Stellenstreichungen.
Die Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland bleibt vorerst durch die "Zusi 2030"-Vereinbarung geschützt, die betriebsbedingte Kündigungen mindestens bis Ende 2029 ausschließt. Die Sparmaßnahmen kommen zu einer Zeit, in der der Autobauer sich in einer instabilen globalen Wirtschaftslage behaupten muss. Bisher wurden jedoch keine konkreten Schritte bekannt gegeben.
Mercedes-Benz steht eine schwierige Phase bevor, um die Profitabilität wiederherzustellen. Die Konzentration auf milliardenschwere Einsparungen wird die Strategie des Unternehmens in den kommenden Jahren prägen. Für die meisten Mitarbeiter in Deutschland bleibt die Arbeitsplatzsicherheit vorerst durch die bestehenden Vereinbarungen gewahrt.






