Megumis Film Fujiko feiert Festivalerfolge mit persönlicher Familiengeschichte
Karl-Friedrich WielochMegumis Film Fujiko feiert Festivalerfolge mit persönlicher Familiengeschichte
Die japanische Schauspielerin und Produzentin Megumi hat ihren neuesten Film Fujiko präsentiert – ein zutiefst persönliches Projekt, das in ihrer eigenen Familiengeschichte verwurzelt ist. Das in den 1970er- und 80er-Jahren im Präfektur Shizuoka angesiedelte Drama ist das Ergebnis von vier Jahren Arbeit, in denen sie sowohl als Hauptdarstellerin als auch als Produzentin fungierte. Der Film wurde bereits auf dem 28. Far East Film Festival in Udine ausgezeichnet und gewann zwei Preise.
Während der Pandemie übernahm Megumi die kreative Kontrolle und wechselte vom Warten auf Rollenangebote dazu, eigenes Material zu entwickeln. Sie beschreibt sich selbst als seltene Erscheinung in der japanischen Filmbranche – eine Schauspielerin, die zugleich produziert. Ihre Herangehensweise ist inspiriert von der verstorbenen Kirin Kiki, die sie als ihren künstlerischen Leitstern bezeichnet.
In Fujiko wirkt ein hochkarätiges Ensemble mit, darunter Yuki Katayama, Lily Franky, You, Issey Ogata, Kayoko Kishimoto und Tsuyoshi Ujiki. Der Erfolg des Films in Udine, wo er den Goldenen Maulbeer-Publikumspreis sowie eine geteilte Auszeichnung der Black-Dragon-Pressejury erhielt, unterstreicht seine emotionale und künstlerische Wirkung.
Neben Fujiko stehen für Megumi zwei weitere Schauspielprojekte an: Nameless sowie eine noch unbetitelte japanisch-britische Koproduktion. Als Produzentin arbeitet sie zudem an zwei weiteren, ebenfalls noch unbetitelten Werken und baut so ihre Rolle hinter der Kamera weiter aus.
Die Festivalerfolge von Fujiko bestätigen Megumis Fähigkeit, sowohl vor als auch hinter der Kamera packende Geschichten zu erzählen. Mit mehreren Projekten in der Pipeline bahnt sie sich weiterhin einen einzigartigen Weg in der japanischen Filmindustrie. Ihre Arbeit spiegelt einen wachsenden Trend wider: Immer mehr Schauspieler übernehmen selbst die Regie über ihre künstlerische Laufbahn.






