Massive Arbeitsrechtsverstöße auf 16 Baustellen in Baden-Württemberg aufgedeckt
Eberhard KuhlMassive Arbeitsrechtsverstöße auf 16 Baustellen in Baden-Württemberg aufgedeckt
Zollbeamte in Baden-Württemberg haben bei Kontrollen auf 16 Baustellen weitverbreitete Verstöße gegen Arbeitsrecht aufgedeckt. Bei Routineüberprüfungen stellten die Ermittler fest, dass 214 von 266 überprüften Beschäftigten von Unregelmäßigkeiten betroffen waren. Die Erkenntnisse stammen aus einer aktuellen Razzia unter Leitung des Hauptzollamts Ulm zu Beginn des Jahres 2025.
Die Kontrollen fanden auf Baustellen in Ulm, Aalen, Friedrichshafen und Pfullingen statt. Ein Team von 70 Ermittlern der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) überprüfte Arbeiter, die an Neubauten, Sanierungen und Abrissarbeiten beteiligt waren. Sowohl kleine als auch große Projekte wurden in die Aktion einbezogen.
Unter den beanstandeten Unternehmen befanden sich ausländische Subunternehmer wie die polnische Baubetrieb XYZ GmbH und die rumänische Mano Bau AG. Die Behörden prüften die Geschäftsunterlagen von 12 Arbeitgebern und kündigten an, bei Bedarf weitere Dokumente anzufordern.
Bisher haben 41 Fälle den Verdacht auf Rechtsverstöße geweckt. Die Vorwürfe reichen von der Unterschreitung des Mindestlohns über Scheinselbstständigkeit, Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte bis hin zu falschen Meldungen. Die Überprüfungen erfolgten im Rahmen standardmäßiger, anlassunabhängiger Kontrollen.
Die Auswertung der Daten läuft noch, und die Behörden warnten, dass die abschließenden Ergebnisse Zeit in Anspruch nehmen werden.
Das Hauptzollamt Ulm ermittelt weiterhin in den 41 auffälligen Fällen. Sollten sich die Verstöße bestätigen, drohen den betroffenen Unternehmen Strafen. Weitere Details werden nach Abschluss der Prüfung bekannt gegeben.






