04 February 2026, 22:53

Mannheims Fachkonferenz zeigt Lücken beim neuen Gewaltschutzgesetz auf

Eine Gruppe von Menschen steht vor einer Menge mit Kameras und Handys, mit einem Banner mit der Aufschrift "Hong Kong Police Wants to Stop the Violence Against Women", Fahrzeugen, Bäumen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Mannheims Fachkonferenz zeigt Lücken beim neuen Gewaltschutzgesetz auf

Mannheim veranstaltete Fachkonferenz zum Gewaltschutzgesetz – Herausforderungen bei der Umsetzung

In Mannheim fand kürzlich eine Fachkonferenz zum deutschen Gewaltschutzgesetz statt, das im Februar 2025 in Kraft getreten ist. Die am 16. Januar abgehaltene Veranstaltung brachte Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen zusammen, um zu erörtern, wie das Gesetz in der Praxis umgesetzt werden kann. Im Mittelpunkt standen dabei die Unterstützung besonders schutzbedürftiger Gruppen sowie die Schaffung langfristiger Schutzmaßnahmen für Betroffene von Gewalt.

Eröffnet wurde die Konferenz von Dr. Marie-Luise Löffler, die die zentralen Ziele und Herausforderungen des Gesetzes skizzierte. Sie betonte, wie wichtig der Aufbau verlässlicher Unterstützungsstrukturen in ganz Deutschland sei, um Frauen und Kindern zu helfen, die von häuslicher oder geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind. Trotz der Einführung des Gesetzes liegen jedoch bis Februar 2026 noch keine bundesweiten offiziellen Daten zu neu eröffneten Frauenhäusern oder Beratungsstellen vor.

Zahra Deilami, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mannheim, hob die rechtliche Bedeutung des Gesetzes und seine Rolle im Kampf gegen Gewalt an Frauen hervor. Sie wies darauf hin, dass das Gesetz bis 2032 einen Anspruch auf Schutz und Beratung garantieren werde. In Arbeitsgruppen während der Konferenz wurden dringende Bedarfe für die Stadt identifiziert, darunter bessere Fachkräftefortbildungen, eine stärkere Vernetzung der Akteurinnen und Akteure sowie Öffentlichkeitskampagnen zur Sensibilisierung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf besonders vulnerablen Gruppen, etwa Frauen mit Behinderungen, geflüchteten Frauen und wohnungslosen Frauen. Die Diskussionen betonten, wie entscheidend es ist, dass diese Gruppen Zugang zu sicheren Räumen und Unterstützungsangeboten erhalten. Zudem wurde die Notwendigkeit thematisiert, Täterarbeit als Teil einer umfassenden Strategie zum effektiven Opferschutz zu stärken.

Angela Müller-Schreckenberger gab einen Überblick über den aktuellen Stand der Umsetzung auf Landesebene. Sie stellte geplante Maßnahmen vor, um die Wirkung des Gesetzes zu verstärken – darunter nachhaltige Unterstützungsstrukturen und präventive Ansätze.

Die Konferenz machte deutlich, wie wichtig abgestimmte Anstrengungen für die Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes sind. Bis 2032 muss das Gesetz bundesweit Systeme vorsehen, die Betroffenen Schutz und Beratung garantieren. Städte wie Mannheim arbeiten unterdessen an lokalen Lösungen, um Versorgungslücken zu schließen und sicherzustellen, dass keine Gruppe zurückgelassen wird.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones