"Mainz bleibt Mainz" bricht mit Traditionen – Frauenpower und Abschiede dominieren die Bühne
Karl-Friedrich Wieloch"Mainz bleibt Mainz" bricht mit Traditionen – Frauenpower und Abschiede dominieren die Bühne
Die 71. Ausgabe von "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" bricht in diesem Jahr neues Terrain auf. Die legendäre Fernsehfastnachtsitzung verbindet bewährte Traditionen mit mutigen Neuerungen – darunter ein Generationswechsel und ein historischer Meilenstein für Frauen auf der Bühne. Die Veranstalter versprechen eine mitreißende Mischung aus etablierten Stars, frischen Gesichtern und scharfer Satire.
Das Programm dieses Jahres würdigt gleich mehrere Jubiläen: Die Show feiert das 25-jährige Bühnenjubiläum von "Ernst Lustig" Jürgen Wiesmann sowie den 100. Geburtstag der Mainzer Hofsänger. Gleichzeitig verabschiedet sich der langjährige Darsteller "Hobbes" Hansi Greb mit einem emotionalen Abschied von der Bühne und beendet damit eine vieljährige Karriere.
Doch auch junger Nachwuchs erhält eine Plattform. Nachwuchsbands wie "Handkäse un sei Mussig" sorgen für energiegeladene Auftritte, während Chrissy Grom Geschichte schreibt: Als erste Frau übernimmt sie die Moderation des "Protokolls" – eine traditionelle Fastnachtsrevue mit politischer Satire und beißendem Humor, die sie mit ihrer unverwechselbaren Energie präsentieren wird. Groms Auftritt folgt auf ihr gefeiertes Debüt beim Gonsenheimer Carneval Verein (GCV).
Politische Satire bleibt ein zentrales Element der Sendung. Vier Redner – Florian Sitte ("Till"), Johannes Bersch ("Moguntia"), Thomas Becker ("Zeitgeist") und Andreas Schmitt ("Obermessdiener") – werden das Publikum mit ihren Pointen unterhalten. Besonders sehenswert verspricht die visuelle Satire "Frauengold" mit Greule, Lea Heymann, Marie Döngi und Laura Heinz zu werden, die weibliche Repräsentation auf humorvolle Weise auf die Schippe nimmt.
Musik steht weiterhin im Mittelpunkt, auch wenn das Programm nach wie vor stark männlich geprägt ist. Auf der Bühne zu sehen sind unter anderem Oliver Mager, DobbelBock, Marvin Hollederer sowie Thomas Neger mit seiner Band HUMBAS. Dennoch sendet der Sender ZDF mit der prominenten Besetzung von Frauen ein Signal für mehr Vielfalt.
Die 71. Ausgabe von "Mainz bleibt Mainz" geht an den Start, nachdem die letzte Ausgabe mit technischen Pannen und sinkenden Zuschauerzahlen zu kämpfen hatte. Diesmal setzt die Show auf eine Mischung aus Nostalgie, neuen Talenten und bahnbrechenden Premieren, um die Fastnachtstradition wiederzubeleben. Die Übertragung erfolgt im ZDF – die Macher hoffen, dass die Veränderungen das Interesse an der langjährigen Kultsendung neu entfachen.






