03 January 2026, 14:37

Ludwigsburgs Stadtrat entscheidet über die Zukunft der Stadtbahn am 19. November

Zwei Züge auf den Schienen mit einem Zaun im Vordergrund, Pfosten mit einem, der ein Signallicht hat, ein Auto auf der Straße rechts, Gebäude im Hintergrund und Himmel darüber.

Ludwigsburgs Stadtrat entscheidet über die Zukunft der Stadtbahn am 19. November

Ludwigsburgs Stadtrat entscheidet am 19. November über die Zukunft der Stadtbahn

Die Zukunft des Ludwigsburger Stadtbahnnetzes steht auf dem Spiel: Am 19. November wird der Stadtrat in einer Sitzung über das weitere Vorgehen beschließen. Die Stadtverwaltung hat ihren ursprünglichen Vorschlag überarbeitet und begründet die Änderungen mit finanziellen Engpässen sowie technischen Bedenken, die maßgeblich in die neue Planung eingeflossen sind.

Wie aus dem Dokument 354/25 hervorgeht, wird die ursprünglich geplante Trassenführung über die Talallee, die Kurfürststraße und die Martin-Luther-Straße bis zum Bahnhof aufgegeben. Diese Variante gilt laut Verwaltung als nicht umsetzbar. Stattdessen setzt die Stadt nun auf ein voll barrierefreies Konzept, das hohe Taktfrequenzen ermöglicht und Züge mit einer Länge von bis zu 80 Metern aufnehmen kann.

In einer ersten Phase könnten die Gleise 5 und 6 am Bahnhof für einen besseren Zugang ertüchtigt werden. Dieser Schritt würde kurzfristige Verbesserungen bringen, während die langfristigen Pläne finalisiert werden. Gleichzeitig bestätigte die Verwaltung, dass alle anderen Stichstrecken innerhalb Ludwigsburgs für die kommenden zehn Jahre auf Eis gelegt werden – in dieser Zeit sind keine weiteren Ausbauvorhaben vorgesehen. Die angespannte Haushaltslage zwingt die Stadt, ihre Pläne deutlich zurückzufahren. Das ursprüngliche Stadtbahnprojekt gilt unter den aktuellen und prognostizierten Budgetrahmen als nicht mehr finanzierbar.

Trotz der Kürzungen bleibt Ludwigsburg Mitglied im Stadtbahn-Verband. Allerdings wird die Stadt Anpassungen an der künftigen Ausrichtung des Projekts anstreben. Zudem wird der Rat eine Weisung erlassen, die alle städtischen Vertreter verpflichtet, ihr Handeln und ihre Abstimmungen an den neuen Beschlüssen auszurichten. Damit soll die Umsetzung der überarbeiteten Pläne einheitlich erfolgen.

Festhalten will die Stadt an der Reaktivierung der Strecke Markgröningen–Möglingen–Ludwigsburg, deren Züge künftig am Ludwigsburger Hauptbahnhof enden sollen. Die Sitzung am 19. November wird zeigen, wie sich das Stadtbahnnetz unter den neuen finanziellen und technischen Rahmenbedingungen entwickeln wird. Die Entscheidung wird die Verkehrsplanung in der Region für die kommenden Jahre prägen.

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