Logistikbranche warnt vor Kollaps durch explodierende Dieselpreise und fordert Soforthilfe
Marika HeinzLogistikbranche warnt vor Kollaps durch explodierende Dieselpreise und fordert Soforthilfe
Vier große deutsche Logistikverbände haben die Bundesregierung zu schnellem Handeln gegen die stark steigenden Dieselpreise aufgefordert. Die explodierenden Kosten setzen Speditionen, Kurierdienste und Frachtunternehmen im ganzen Land unter enormen Druck. Ohne sofortige Entlastung drohten schwerwiegende Störungen in den Lieferketten, warnen sie.
Die Verbände – die den Gütertransport, Paketzustellung, Möbellogistik und Vertragsspediteure vertreten – betonten, dass die deutsche Logistikbranche stärker unter den Preisanstiegen leide als andere europäische Länder. Sie forderten gezielte, kurzfristige Maßnahmen, um die finanzielle Belastung zu mildern, bevor sich die Lage weiter zuspitzt.
Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BPEX), der Bundesverband Möbeltransport und Logistik (AMÖ) sowie der Bundesverband Vertragslogistik (BWVL) richteten einen gemeinsamen Appell an die Regierung. Im Mittelpunkt steht die Forderung, die durch Rekord-Dieselpreise verursachte finanzielle Belastung zu verringern, die sowohl Unternehmen als auch Verbraucher stark belastet.
Die Verbände wiesen darauf hin, dass Transportunternehmen derzeit mit zwei zentralen Herausforderungen kämpfen: Sie müssen die stark gestiegenen Energiekosten bewältigen und gleichzeitig die Stabilität der Lieferketten sichern. Ohne staatliches Eingreifen, so die Warnung, profitiere der Staat indirekt von der Krise – durch höhere Steuereinnahmen und CO₂-Bepreisung –, während Unternehmen und Steuerzahler die Last tragen.
Statt langfristiger Subventionen fordert die Branche eine vorübergehende Senkung der Kraftstoffkosten, um die aktuelle Krise zu überbrücken, ohne eine dauerhafte Abhängigkeit von staatlichen Hilfen zu schaffen. Eine funktionierende und bezahlbare Logistik sei entscheidend – sowohl für die wirtschaftliche Stabilität als auch für die Versorgung der Bevölkerung, argumentieren die Verbände.
Die vorgeschlagene Entlastung soll lediglich die zusätzlichen Staatseinnahmen aus den höheren Energiepreisen ausgleichen. Die Verbände bestehen darauf, dass jede Unterstützung zeitlich begrenzt sein und direkt die aktuelle Preisspirale bei Kraftstoffen abfedern muss. Ohne solche Maßnahmen, so ihre dringende Warnung, drohten der deutschen Logistikbranche – und damit der gesamten Wirtschaft – langfristige Schäden.






