Lithium-Boom: Warum dieser Fonds auf das weiße Gold der Elektromobilität setzt
Marika HeinzLithium-Boom: Warum dieser Fonds auf das weiße Gold der Elektromobilität setzt
Ein spezialisierter Investmentfonds setzt auf die wachsende Nachfrage nach Lithium, während die Automobilhersteller auf Elektrofahrzeuge umsteigen. Der Structured Solutions – Next Generation Resources Fund, der 2010 aufgelegt wurde, konzentriert sich auf Metalle, die für Batterien und erneuerbare Energien entscheidend sind. Sein Fondsmanager, Tobias Tretter, erwartet ein starkes Wachstum, da sich die Industrie von fossilen Brennstoffen abwendet.
Der Fonds war der erste, der Lithiumproduzenten in sein Portfolio aufnahm, als er vor über einem Jahrzehnt startete. Heute hält er Anteile an führenden Unternehmen wie Orocobre, Livent Corporation und Varta AG. Neben Lithium investiert er in Kupfer, Gold, Silber und Batteriehersteller – allesamt unverzichtbar für saubere Energietechnologien.
Lithium bleibt ein zentraler Schwerpunkt, da es in Smartphones, Laptops und Elektroautos verbaut wird. Doch die Förderung des Metalls ist kostspielig und energieintensiv. Trotzdem wird die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien voraussichtlich von derzeit 200 GWh auf über 2.000 GWh bis 2030 ansteigen.
Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge gewinnt an Fahrt. Die EU plant, ab 2035 keine neuen Benzin- und Dieselautos mehr zuzulassen, während Mercedes-Benz bis 2030 in Deutschland nur noch Elektromodelle anbieten will. Auch andere Hersteller wie General Motors haben ähnliche Ziele gesetzt. Der Fonds meidet zudem Unternehmen, die mit Kinderarbeit in Verbindung stehen, und legt Wert auf solide Unternehmensführung.
Angesichts strengerer Emissionsvorschriften und der steigenden Batterienachfrage dürften Lithiumproduzenten vermehrt Investitionen anziehen. Mit seinem Fokus auf nachhaltige Praktiken und Schlüsselmaterialien ist der Fonds gut positioniert, um von der Energiewende zu profitieren. Der rasche Wechsel der Autohersteller zu Elektromodellen wird den Lithiumbedarf in den kommenden Jahren zusätzlich antreiben.






