Lieferchaos bei der Bahn bringt deutsche Industrie in massive Not
Lieferverzögerungen im Netz der Deutschen Bahn sorgen für massive Probleme in der deutschen Industrie
Automobilhersteller, Stahlproduzenten und Chemieunternehmen verzeichnen durch die schrumpfende Transportkapazität auf der Schiene erhebliche finanzielle Verluste. Die Stahlbranche ist besonders betroffen, da fast die Hälfte aller Lieferungen per Bahn abgewickelt wird. Unternehmen wie Salzgitter und ArcelorMittal haben ihre Produktion bereits gedrosselt, weil Rohstoffe und Fertigwaren nicht rechtzeitig transportiert werden. Produktionskürzungen sind inzwischen unvermeidbar.
Auch die Autoindustrie leidet unter den Engpässen: Da die Schienenkapazitäten fehlen, muss vermehrt auf den Straßentransport ausgewichen werden. Die Chemiebranche meldet ähnliche Schwierigkeiten, darunter verspätete Rohstofflieferungen und begrenzte Lagerkapazitäten für Endprodukte. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) fordert die Deutsche Bahn auf, Güterzüge auf Ausweichstrecken priorisiert zu behandeln.
Die Transportprobleme kosten die Schlüsselsektoren Milliarden. Stahl-, Chemie- und Automobilindustrie kämpfen weiterhin mit Verzögerungen und reduzierten Kapazitäten. Die Unternehmen passen ihre Abläufe an, um die Folgen abzufedern – doch die Lage bleibt angespannt.
